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Begräbnisse im Wald : Ein Ruheforst für Kummerfeld

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Bau-, Wege- und Umweltausschuss spricht sich für Begräbnisse im Wald aus. Eine neue Möglichkeit soll das Defizit der Kirche verringern.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2014 | 14:30 Uhr

Kummerfeld | „Immer mehr Menschen wollen nicht konventionell beerdigt werden“, sagte Uwe Hanspach (SPD) am Mittwochabend im Kummerfelder Bau-, Wege- und Umweltausschuss. Um eine Alternative zum Begräbnis auf dem Friedhof zu schaffen, bekommt die Gemeinde nun einen Ruheforst. Der Ausschuss sprach sich in der Feuerwehrwache einstimmig dafür aus, die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans vorzunehmen. Diese muss nun nur noch von der Gemeindevertretung bestätigt werden.

Der Ruheforst wird im Kummerfelder Gehege südöstlich von der Bilsbek entstehen. Das Gebiet umfasst 80,2 Hektar. Das Grundstück gehört den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Diese hatten beantragt, ihr Gelände auch als Friedhof zu nutzen.

Ein Antrag, den die Kummerfelder Politik begrüßt. Schließlich zeige das Beispiel von Gemeinden wie Appen und Bönningstedt, dass eine Wald-Bestattung sehr gefragt sei, so Hanspach. Von den neuen Grabstätten könnte auch die Kummerfelder Osterkirchengemeinde profitieren. Die Zahl der Begräbnisse auf dem Friedhof neben der Kirche sei seit Jahren rückläufig, berichtete Hanspach im Ausschuss. Das dadurch entstehende Defizit könnte durch Beerdigungen im Ruheforst zumindest etwas verringert werden, so die Hoffnung der Politiker.

Der Ausschuss sprach sich außerdem einstimmig für zwei Gewerbegebietserweiterungen aus. Das Gebiet westlich der A23 und nördlich des Auwegs umfasst vier Hektar. Der Bereich südlich der Prisdorfer Straße und westlich des Gewerbegebiets „Ossenpadd“ ist 0,89 Hektar groß. Die Erweiterungen sollen ortsansässigen Betrieben die Möglichkeit geben, sich zu vergrößern. Auch neue Firmen könnten sich in der Gemeinde ansiedeln.

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