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Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 12:14 Uhr

Ein Plädoyer fürs Hallenbad

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sparzwang: Niels Jonas, Begründer der Initiative „Pinneberg mit Zukunft“, spricht sich gegen Kahlschlag aus

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Niels Jonas trägt Pinneberg im Herzen. Das hat er mit kommunalpolitischem Engagement, mit der Arbeit für die Stiftung Landdrostei und dem Kampf gegen Kinderarmut bei den „Pinosauriern“ bewiesen. Unvergessen eine Broschüre, mit der sich er vor einigen Jahren für seine Wahlheimat und gegen Schlechtmacher wandte. Motto damals: Pinneberg gefällt mir. Angesichts der Diskussion über die schlimme Finanzsituation und möglichen Kahlschlag sieht Jonas die Zeit gekommen, sich wieder zu Wort zu melden. Für ihn ist klar: Eine Stadt wie Pinneberg braucht Hallenbad, Volkshochschule und Museum.

Einschnitte in diesen Bereichen – für Jonas nicht der richtige Weg. „Solche Überlegungen sind eindeutig nicht gescheit“, sagt er. Wer die Vermittlung von Bildung und kulturellen Werten zur Disposition stelle, der schaffe ab, was unsere Gesellschaft zusammenhalte. „Und er schädigt das Image der Stadt Pinneberg“, so Jonas weiter. Wo gebe es schon eine Kreisstadt ohne Hallenbad? Für Jonas hat es keinen Sinn, anstehende Investitionen gegeneinander auszuspielen – etwa die Sanierung der Schulen gegen die Westumgehung. „Die jahrzehntelangen Versäumnisse bei der Schulunterhaltung lassen sich nicht in ein, zwei Jahren beheben. Die Westumgehung brauchen wir dennoch, nicht nur zur Lärmbekämpfung, sondern eben auch, um neue Gewerbegebiete erschließen zu können.“

Ein Teil der Haushaltsprobleme sei ohnehin struktureller Art, sagt Jonas. „Zu nennen sind etwa die städtischen Sozialhilfekosten, die unbedingt durch Finanzzuweisungen ausgeglichen werden müssen.“ Zudem sei die Frage angebracht, ob die Verwaltungskosten auf der kommunalen Ebene durch das Nebeneinander von Stadt-, Amts- und Kreisverwaltung nicht viel zu hoch seien. Auch sei die Länderkompetenz für Bildung daraufhin zu hinterfragen, ob sie noch zeitgemäß sei. Jonas: „Wenn Land und Kommune nicht in der Lage sind, unsere Schulen finanziell ausreichend und angemessen auszustatten, kann es angesichts der strategischen Bedeutung von Bildung für die Zukunftsentwicklung nur um die Forderung gehen, so schnell wie möglich den Weg für eine nationale Bildungskompetenz des Bundes freizumachen.“

Sein Appell an die örtliche Politik: „Nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir Pinneberger in großer Mehrheit den Weiterbetrieb des Hallenbades wollen. Wir wollen auch, dass die Volkshochschule, die Bücherei und das Stadtmuseum als lebendige Einrichtungen in unserer Stadt erhalten bleiben.“ Diese Einrichtungen seien „wesentliche Grundlage für das Zusammenleben, sie dienen dem Image von Pinneberg und tragen maßgeblich dazu bei, dass unsere Stadt attraktiv bleibt“, so Jonas.


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