Ein Plädoyer für die Freundschaft

<strong>Deutschland und Frankreich</strong> <strong>im Herzen:</strong> Burkhard Dierks (von links), Barbara Aust-Wegemann, Michael Halfmann, Mouna Ramcke, Ministerin Anke Spoorendonk, Armelle Maguer, Tobias Duwe, Nathalie David, Kuratorin Stefanie Fricke und Landrat Oliver Stolz.    <foto>fko</foto>
Deutschland und Frankreich im Herzen: Burkhard Dierks (von links), Barbara Aust-Wegemann, Michael Halfmann, Mouna Ramcke, Ministerin Anke Spoorendonk, Armelle Maguer, Tobias Duwe, Nathalie David, Kuratorin Stefanie Fricke und Landrat Oliver Stolz. fko

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11. Februar 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Eine Brücke der Künste - das ist das Thema der Ausstellung "Pont des Arts II", die die deutsch-französische Freundschaft zum 50. Jubiläum des Elysee-Vertrags gebührend feiern will und am vergangenen Sonnabend in der Drostei in Pinneberg eröffnet wurde. Das 2002 ausgezeichnete Konzept stammt von der Künstlerin Mouna Ramcke, die nun zusammen mit fünf weiteren Künstlern zum zweiten Mal ein solches Projekt auf die Beine stellte.

"Bei der Ausstellung geht es um die persönlich Sichtweise der Künstler, die alle mit Frankreich verbunden sind", erklärte Stefanie Fricke, Künstlerische Leiterin der Drostei, bei der Vernissage. Dort sprachen auch Schirmherrin Anke Spoorendonk, schleswig-holsteinische Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, sowie Landrat Oliver Stolz.

Ramcke stellt Werke mit symbolischer Bedeutung aus. So zeigt ihr Bild "Spuren der Zeit" das alte Holz eines Baumes, der stellvertretend für das Leben steht. Die Farbe wurde wie Lebensringe in Schichten aufgetragen. Die Filmemacherin Nathalie David hat mehrere Installationen zu der Ausstellung beigetragen. Ihr visuell-akustisches Werk "Cinquante" ist ein kleiner Baum mit 50 bunten Luftballons. Das Besondere: Wer ganz nah heran geht, kann dem Baum lauschen, der eine Geschichte erzählt.

Armelle Maguer weist darauf hin, dass bei ihren Werken "Anfassen erlaubt" gilt: Die vielen mit Kratern übersäten Schichten auf der Leinwand sollen nicht nur optisch wahrgenommen werden, sondern dürfen ertastet werden.

Einen völlig anderen Ansatz hat Burkhard Dierks für seine Werke gewählt: Hier wird der Rahmen zum Bild. Ihm geht es um die Objekthaftigkeit eines Bildes, bei der der wirkliche Raum, den ein Bild einnimmt, im Vordergrund steht (im Gegensatz zu dem Raum, den ein gemaltes Werk nur suggeriert).

Der norddeutsche Realist und Vielflieger Tobias Duwe stellt brandneue Bilder von 2013 aus. Seine Werke zeigen jeweils Deutschland und Frankreich aus der Vogelperspektive.

Ein "Bild vom Anderen" zeichnet der sechste Künstler, Michael Halfmann. Seine Werke sind überzogen mit Oberflächenstrukturen, die einen optisch verfremdenden Effekt haben, der aber eigentlich erst beim Betrachten entsteht, denn das Bild steht darunter unverändert.

Die Ausstellung kann bis zum 24. März, mittwochs bis sonntags, jeweils von 11 bis 17 Uhr besucht werden. Der Eintritt kostet 3, ermäßigt 1,50 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

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