Souvenirpflanze : Ein Pflanzen-Gruß aus dem Kreis Pinneberg

Die Testphase ist vorbei, jetzt soll die Souvenirpflanze offiziell zum Symbol der Pinneberger Region werden, meinen Claudius von Rüden, Frank Schoppa und Marc Trampe.
Die Testphase ist vorbei, jetzt soll die Souvenirpflanze offiziell zum Symbol der Pinneberger Region werden, meinen Claudius von Rüden, Frank Schoppa und Marc Trampe.

Kleine Bäume sollen zum neuen Botschafter des Pinneberger Baumschullands avancieren.

shz.de von
05. Juni 2018, 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die zweijährige Testphase ist vorbei, jetzt gibt es sie für alle: Die „Souvenirpflanze Pinneberger Baumschulland“ soll als Geschenk zum lebendigen Botschafter der Region werden. „Das ist doch mal etwas Echtes, nicht so ein unpersönliches Präsent wie ein Kugelschreiber oder eine Henkeltasse“, sagt Frank Schoppa als er den neuen Sympathieträger vorstellt. Schoppa ist Mitinitiator der neuen Souvenirpflanze und Vorsitzender des 2014 gegründeten Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland.

Verschiedene Sorten

Die Souvenirpflanze ist nicht eine einzige, extra gezüchtete, Pflanzenart – vielmehr gibt eine riesige Auswahl von zahlreichen Sorten. Sträucher, blühende Stauden oder sogar kleine Bäume können zum neuen Pinneberger Botschafter avancieren – vorausgesetzt, sie stammen aus dem Pinneberger Baumschulland. Identisch ist einzig ihre Verpackung. Durch ein modernes Pot-Cover sauber verpackt, bekommen die Empfänger nicht nur die Pflanzen, sondern gleichzeitig auch Informationen zur Pinneberger Kulturlandschaft nebst QR-Code überreicht. Schoppa: „Wir haben hier eines der größten geschlossenen Baumschulgebiete der Welt. Ein Alleinstellungsmerkmal. Das sollte man nutzen.“ Helmuth Ahrens, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr des Kreises Pinneberg, wünscht sich durch den grünen Botschafter eine Aufwertung der Region: „Da verschenkt man doch etwas Lebendiges, Langlebiges und Umweltfreundliches“, sagt er und setzt, ebenso wie Schoppa, auf die Symbolkraft der Pflanzen: „Wenn unsere Souvenirpflanze mit Pinneberg in Verbindung gebracht wird - wie beispielsweise das Marzipan mit Lübeck – dann haben wir es geschafft.“

Pflanze als Gesprächseinstieg

Dass die Souvenirpflanze bei den Beschenkten gut ankommt, können die Tester, Bürgermeister Claudius von Rüden aus Halstenbek und Bürgermeister Marc Trampe aus Rellingen, unisono bestätigen. Trampe: „Wir haben die Pflanze bei offiziellen Anlässen verschenkt. Alle Gäste haben sich gefreut. Besonders gut fand ich, dass ich über die Pflanzen auch immer sofort mit den Leuten ins Gespräch gekommen bin.“ Auch von Rüden reichte bei einer Veranstaltung statt Schokolade kleine Zuckerfichten aus der Region an die Teilnehmer weiter. „Das kam richtig gut an.“ Er schätzt zusätzlich den ökologischen Aspekt: „So kann man Menschen sensibilisieren und Themen wie Naturgärten oder Bienennährgehölze ansprechen.“

Drei Betriebe wurden als Vertriebsquellen für die Souvenirpflanzen auserkoren. „Uns war wichtig, das Produkt in vertrauensvolle Hände zu geben“, betont Schoppa – der „Blumenhof Pein“ in Halstenbek, die „Grüne Kugel“ in Bokholt-Hanredder und „Neumanns Gartenwelt“ in Tornesch bieten die Souvenirpflanze ab jetzt an. Privatleute, Firmen oder Institutionen könnten sogar gezielt Gruppen ansprechen, so Schoppa: „Die Apfelbeere ist etwas für Gesundheitsbewusste, die Eiche gut bei Geburten und eine Rose geht immer.“ Es verdiene niemand daran. Die Gartenbetriebe hätten sogar mehr Aufwand als Ertrag. „Der Preis liegt ganz bewusst unter zehn Euro.“

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