Ein Paradies für die besten Talente

Dynamisch: Der Wedeler Jürgen Rich (links) steigt hoch zum Korb.
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Dynamisch: Der Wedeler Jürgen Rich (links) steigt hoch zum Korb.

Vorfreude auf die neue Saison: Die junge Mannschaft des SC Rist Wedel startet nach monatelanger Pause mit großen Ambitionen

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09. Oktober 2020, 20:02 Uhr

Wedel | „Die Vorfreude ist riesig“, sagt Andrea Koschek, Vorsitzende des SC Rist Wedel. Nach mehreren Monaten ohne Basketball sind auch die Teams des SC Rist wieder im Einsatz. Die Damen feierten beispielsweise schon erste Erfolge in der Regionalliga.

Das Potenzial für gute Leistungen ist auch beim Pro B-Team vorhanden, dem Aushängeschild des Vereins. „Wir haben eine tolle junge Mannschaft“, erklärt Koschek. Talent ist auf jeden Fall im Überfluss da, Erfahrung dagegen eher weniger. Das ist auch so gewollt. Laut Koschek ist es gerade die Arbeit mit entwicklungsfähigen Spielern, die den SC Rist auszeichnet – also lieber „Jugend forsch“ anstatt abgezockte Routiniers.

Dafür steht auch Trainer Benka Barloschky, der in seine zweite Saison in Wedel geht und außerdem Co-Trainer des Bundesligisten Hamburg Towers ist. Barloschky ist gerade einmal 32 Jahre alt. Er verfügt aber schon über einige Erfahrung. So arbeitet er seit 2015 für die Hamburg Towers – die meiste Zeit als Co-Trainer, zwischenzeitlich sogar als Headcoach. Barloschky engagiert sich nicht nur für das Pro B-Team. Er ist ein Coach, der über den Tellerrand schaut, seine eigenen Erfahrungen im gesamten Verein einbringt und auch selbst enorm wissbegierig ist. „Ein Glücksgriff für uns“, lobt die Vorsitzende.

Auch die Zusammenarbeit mit den Towers ist für den SC Rist Gold wert und hat sich aus Koscheks Sicht hervorragend entwickelt. Die Kooperation ermögliche den Wedeler Talenten, Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln, da sie wie Justus Hollatz oder Hendrik Drescher regelmäßig bei den Towers trainieren oder dort bestenfalls sogar zum Einsatz kommen. Die Towers wachsen und der SC Rist mit ihnen. Wedel gehört in Deutschland zu den attraktivsten Standorten für talentierte junge Spieler und ist ein Paradies für die besten Talente.

Der SC Rist ist aber weit mehr als ein Zulieferer für den großen Nachbarn. Die Basketballer sind das sportliche Aushängeschild der Rolandstadt und Anlaufpunkt für alle, die Lust auf Basketball haben. Koschek freut sich, dass ihre Sportart durch den Aufstieg der Towers noch mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt ist. Dadurch ändert sich allerdings nicht die tägliche Arbeit. Die Wedeler sind im Gegensatz zum erst vor wenigen Jahren entstandenen Bundesligaaufsteiger nämlich schon lange fester Bestandteil des Sports in der Metropolregion und haben dementsprechend viele treue Fans und Helfer.

Diese Unterstützung ist derzeit besonders wichtig. Schließlich trifft die Corona-Pandemie wie alle anderen Sportvereine auch den SC Rist hart. So wird die Organisation der Heimspiele aufgrund der Hygienebestimmungen zur Herkulesaufgabe, die nur dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer zu bewältigen ist. Dazu kommen zusätzliche Ausgaben, zum Beispiel für Desinfektionsmittel und Plexiglasscheiben. Im Gegenzug sinken die Einnahmen, weil weniger oder bei steigenden Infektionszahlen schlimmstenfalls gar keine Zuschauer in die Halle dürfen. „Die Pandemie stellt auch für uns eine große Herausforderung dar“, sagt Koschek. Sie ist froh, dass trotz aller Einschränkungen wieder gespielt werden kann und hofft, dass die neue Saison im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit zu Ende gespielt werden kann.

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