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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 16:10 Uhr

Theater : Ein Pakt mit dem Teufel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jugendgruppe des Geschwister-Scholl-Hauses bringt ab 18. Januar „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ auf die Bühne.

Bei jeder Wette der Sieger sein? Und dafür nur sein Lachen hergeben? Das klingt nach einem guten Tausch. 1962 ließ sich James Krüss’ Romanfigur Timm Thaler auf diesen teuflischen Deal ein. Und heute, mehr als 50 Jahre später, bringt die Jugendtheatergruppe des Geschwister-Scholl-Hauses (GSH) die Geschichte auf die Bühne.

Seit den Osterferien haben sich die Schüler getroffen. Text geübt. Über Kostüme gesprochen. Das Bühnenbild geplant. Und koordiniert, wer wann auf die Bühne tritt und wie sie die Kulisse den einzelnen Szenen anpassen müssen. „Das erfordert sehr viel Konzentration und gutes Timing“, sagen Regisseurin Eva Scholl und Regieassistent Stefan Doose.

Laura Lincke hat eine der Hauptrollen ergattert. Sie spielt den Baron Lefuet (Teufel rückwärts geschrieben). „Meine Wunschrolle“, sagt sie. Mit 13 Jahren hatte sie das erste Mal beim GSH-Theater mitgespielt. „Auch einen Bösewicht. Diese Rollen ziehen mich an“, so Laura. Die heute 16-Jährige gehört zum harten Kern der Theatergruppe. „Laura kommt immer“, lobt Scholl. So verlässlich sei leider nicht jeder: „Wenn man so ein Projekt macht, muss man flexibel sein“, schmunzelt sie. Für Laura ist es das dritte GSH-Stück. Als alter Hase hat sie da auch ein Premieren-Ritual: „Comic lesen und Cola trinken – zur Beruhigung“, sagt die Schülerin. Für das aktuelle Stück musste sie ein paar längere Monologe auswendig lernen: „Einige Stellen sind schwierig“, gibt sie zu. Doch sie ist gespannt auf die Reaktionen des Publikums.

Die Geschichte um Timm Thaler ist mehr als 50 Jahre alt. Passt es noch in die heutige Zeit? „Geld und Macht oder Lachen? Das Thema ist aktueller denn je“, versichert Stefan Doose mit Blick auf das aktuelle politische und wirtschaftliche Geschehen. Der Pädagoge sagt:, „Die Jugendlichen haben viel Zeit, Mut und Kreativität eingebracht.“ Seit 2010 leitet Scholl das Jugendtheater im GSH. „Das Highlight ist immer das Probenwochenende. Da wächst die Gruppe wunderschön zusammen. Wir machen komplette Durchläufe des Stücks und bringen alle Sachen mit, die wir auf der Bühne brauchen“, schwärmt sie. Und weil bei soviel Arbeit irgendwann der Magen knurrt, gibt es am Ende traditionell Pizza. Das Engagement der Theaterleiterin treibt noch weitere kreative Blüten. Sie hat eigens einen Timm-Thaler-Titelsong geschrieben, für den die Band Yellow Panic unter Anleitung von Joe Ratelbeck die Melodie komponiert hat.

Die Aufführungstermine: Freitag, 17. Januar, und Freitag, 24. Januar, jeweils 10.30 Uhr (für Schulklassen); Sonnabend und Sonntag, 18. und 19. Januar, jeweils um 16 Uhr; Sonnabend und Sonntag, 25. und 26. Januar, jeweils um 16 Uhr; im GSH, Bahnhofstraße 8. Karten kosten fünf Euro, im Vorverkauf (Bücherwurm und GSH) vier Euro, Schüler zahlen vier Euro.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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