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Investor will bauen : Ein neues Schwimmbad für Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Investor möchte, dass sich die Stadt finanziell an dem Millionen-Projekt beteiligt. Dafür soll der Standort des alten Schwimmbads an der Burmeisterallee aufgegeben werden.

Pinneberg | Diese Pläne dürften für Diskussionen in Pinneberg sorgen: Laut Informationen des Pinneberger Tageblatts plant das Büro Premero Immobilien ein Riesenschwimmbad in der Parkstadt. Die Politik wurde darüber am Dienstagabend im nicht öffentlichen Teil des Ausschusses für Stadtentwicklung informiert und soll begeistert von den Plänen gewesen sein. Eine Entscheidung über das Vorhaben steht indes noch aus.

Der Investor möchte, dass sich die Stadt finanziell an dem Millionen-Projekt beteiligt. Dafür soll der Standort des alten Schwimmbads an der Burmeisterallee aufgegeben werden. Derzeit wird die Anlage mit bis zu 1,2 Millionen Euro jährlich bezuschusst. Im Gegenzug soll das neue  Bad fürs Schulschwimmen genutzt werden dürfen. Deshalb soll die Anlage mit allen Raffinessen ausgestattet werden. Von versenkbaren Wänden ist die Rede, so dass die anderen Gäste nicht gestört werden, wenn die Schüler da sind. Außerdem soll unter dem Schwimmbad eine zweiteilige Tiefgarage gebaut werden.

Doch nicht alle Kommunalpolitiker dürften mit den Plänen einverstanden sein. So ist nicht sicher, ob das Personal übernommen werden wird. Außerdem  hat das Land das städtische Schwimmbad Anfang dieses Jahres mit 208.250 Euro bezuschusst. Damit  soll die Filteranlage im alten Bad saniert werden. Drei von fünf Stahlbehältern werden erneuert. Geld, das zum Fenster herausgeschmissen wäre, sollte das Bad geschlossen werden.

Schwimmbad in die Parkstadt verlagern

Hoher Besuch im Pinneberger Rathaus. Ein grauhaariger Herr im eleganten Anzug mit seiner Entourage. Schon an der Tür zum Sitzungssaal wurden Gert Prantner, einst Direktor des angesehenen Hotels Vier Jahreszeiten in der Hansestadt Hamburg, und Vertreter vom Büro Premero Immobilien von Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) abgefangen und in einen anderen Raum geführt, um die Besucher wohl vor den Blicken der Öffentlichkeit zu schützen. 

Es geht um ein riesiges Projekt für Pinneberg. Im nicht öffentlichen Teil  des Ausschusses für Stadtentwicklung stellten die Investoren ihre Pläne für die Erweiterung des internationalen Campus auf dem Eggerstedt-Areal vor. Nach Kita und internationaler Schule sollen nun ein Internat, Gästehäuser und Bürogebäude gebaut werden. Um alles zu realisieren, soll eine GmbH gegründet werden, so die Pläne, die nicht bei allen Politikern auf Gegenliebe gestoßen sein sollen, denn die  Haftung ist bei einer  GmbH auf nur 25000 Euro  beschränkt. Darüber hinaus sollen eine moderne Sporthalle und ein Schwimmbad gebaut werden. Letzterer Baustein hat es in sich: Laut Informationen des Pinneberger Tageblatts soll sich die Stadt an dem Bau des großen Schwimmbads finanziell beteiligen und dafür den jetzigen Standort  an der Burmeisterallee aufgeben. Die Pläne sehen auch eine zweiteilige Tiefgarage unter dem Gebäude vor. Sollte die Stadt sich nicht an diesem Projekt  beteiligen, würde das Schwimmbad kleiner ausfallen, so der Investor.

Auch an den Plänen eines Luxushotels mit vier Sternen hält der Unternehmer Prantner fest. Bereits im Februar 2015 hatte der Geschäftsmann das geschätzte 100-Millionen-Euro teure Gesamtprojekt vorgestellt. Damals hieß es, dass der Campus in drei Jahren  fertig sein sollte. In der Sitzung am Dienstagabend soll Prantner einen neuen Termin genannt haben: 2020.

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erstellt am 15.Jun.2017 | 10:58 Uhr

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