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Stiftung Landdrostei : Ein neues Gesicht im Team der Drostei

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jens Bollwahn wird Geschäftsführer der Stiftung Landdrostei. Er wird somit Nachfolger von Siegfried Bruno Retzke. Der Kreis unterschreibt den Vertrag für fünf Jahre.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Seit gestern ist es bekannt: Ab Januar wird Jens Bollwahn, Leiter des Fachdienstes Controlling und Finanzen in der Kreisverwaltung, die Geschäftsführung der Stiftung Landdrostei übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge von Siegfried Bruno Retzke an, der dieses Amt im Juli 2011 übernommen hatte und die Stiftung jetzt auf eigenen Wunsch verlässt.

„Siegfried Bruno Retzke war der Geschäftsführer mit der kürzesten Amtszeit, aber der höchsten Wirkung“, sagte Landrat Oliver Stolz. Denn als Retzke die Aufgabe angetreten habe, sei das Kreiskulturzentrum in einem „desolaten Zustand“ gewesen – ohne Jahresabschlüsse, Buchhaltung und Liquidität. „Sogar das Stiftungskapital war damals angegriffen“, so Stolz.

Retzke und der künstlerischen Leiterin Stefanie Fricke sei es in den vergangenen Jahren jedoch gelungen, das Kreiskulturzentrum wieder auf die Beine zu stellen. „Und sie haben es geschafft, das Vertrauen der Politik wiederzugewinnen“, sagte Kerstin Seyfert (CDU), Vorsitzende des Kulturauschusses des Kreistags. Den Beweis, dass Seyfert mit dieser Aussage Recht hatte, erbrachten die Kreispolitiker bereits während ihrer Kreistagssitzung am 11. Dezember, als sie sich einstimmig für einen neuen Vertrag zwischen Kreis und Drostei aussprachen. Dieser wurde gestern von Stolz für den Kreis Pinneberg und von Burkhard Tiemann (CDU) für den Vorstand der Landdrostei unterzeichnet.

„Ich bin überzeugt davon, dass Jens Bollwahn das Amt des Geschäftsführers genauso gut ausüben wird wie Siegfried Bruno Retzke“, sagte Stolz. Als Retzke bekannt gegeben habe, dass er die Geschäftsführung der Stiftung Landdrostei abgeben wolle, habe Stolz sich an Bollwahn gewandt und „ihn gefragt, ob er nicht jemanden kenne, der für das Amt geeignet sei“. Dieser solle Kommunalerfahrung und betriebswirtschaftliche Kenntnisse haben.

Am folgenden Tag sei Bollwahn zu ihm gekommen und habe gesagt: „Ich kenne jemanden, sehr gut sogar.“ Damit habe er sich selbst gemeint, denn als der 43-Jährige seiner kulturbegeisterten Frau erzählt habe, dass ein neuer Geschäftsführer für die Stiftung gesucht werde, habe sie ihm vorgeschlagen, das Amt zu übernehmen. „Ich liebe alles, was schön ist, dazu gehört auch die Kunst. Und nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, war mir klar, dass ich das Amt gern antreten würde“, erläuterte Bollwahn.

„Ich bin in erster Linie gekommen, um die Drostei finanziell zu sanieren. Das ist getan und jetzt gebe ich die Drostei guten Gewissens in gute Hände“, sagte Retzke und überreichte Bollwahn Schlüssel und Stempel als „bürokratisches Einstandsgeschenk“.

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