Ein neues Gesicht für Tornesch

Ingo Früchtenicht (SPD)  setzt sich für eine Belebung des Tornescher Ortskern ein.
Ingo Früchtenicht (SPD) setzt sich für eine Belebung des Tornescher Ortskern ein.

Bau- und Planungsausschuss spricht sich für Umgestaltung des Ortskerns aus / Geltende Pläne aufgehoben / Kosten noch ungewiss

shz.de von
04. Juni 2014, 16:00 Uhr

„Unsere Stadt soll endlich ein städtebauliches Gesicht bekommen“, sagt Klaus Früchtenicht (SPD). Deshalb setzten die Sozialdemokraten mit ihrer Mehrheit am Montagabend im Bau- und Planungsausschuss im Tornescher Rathaus durch, dass für den Ortskern die geltenden Bebauungspläne aufgehoben und dafür neue Pläne aufgestellt werden. Bis diese in Kraft treten, soll eine Veränderungssperre für neue Projekte gelten, die von der Politik nur in begründeten Einzelfällen außer Kraft gesetzt werden kann.

Wann die Leitlinien für den Ortskern feststehen, ist unklar. Die Verwaltung soll nun erst einmal ein Planungsbüro suchen, das Ideen für die Umgestaltung entwirft. Diese werden dann im Bau- und Planungsausschuss beraten und müssen vom Stadtrat abgesegnet werden. „Das wird einige Zeit dauern“, erklärte Früchtenicht. Neue Regeln für den Ortsmittelpunkt im Bereich des Bahnhofes werden zudem abschnittsweise aufgestellt.

Das Ziel ist für Früchtenicht klar: „Wir wollen ein Zentrum, in dem die Menschen sich wohlfühlen und wo das Leben tobt“, betont der SPD-Politiker. Bisher werde mit dem Tornescher Ortskern meistens die große Straßenkreuzung an der Ahrenloher Straße verbunden. Das soll möglichst schnell der Vergangenheit angehören.

Wie das Vorhaben konkret gelingen kann und wie hoch die Kosten sind, wird Thema der kommenden Ausschusssitzungen sein. Klar ist nach Auffassung der Sozialdemokraten, dass Einzelhäuser keine Chance haben. Auch möglichst viele Grünflächen streben die Genossen für den Ortskern an.

Während dieses Projekt gerade startet, wurde ein anderes B-Plan-Verfahren mit dem Satzungsbeschluss abgeschlossen. Im Bereich „An der Kirche“ wird die sanierungsbedürftige Adlershorst-Wohnanlage nördlich der Kirche ersetzt. Der drei- bis sechsgeschossige Gebäudekomplex wird abgerissen, so dass Platz für Neubauten entsteht.

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