Etwa 13 Millionen Kosten : Ein moderner Lern- und Arbeitsort für den Kreis Pinneberg: Berufliche Bildungsstätte wird renoviert

Starke Symbolik: Burkhard Mentrup (von links, Architekturbüro Agn Leusmann), Günther Stapelfeldt (Handwerkskammer) und Volker Hatje (Bürgermeister Elmshorn) versenken die Zeitkapsel.
Starke Symbolik: Burkhard Mentrup (von links, Architekturbüro Agn Leusmann), Günther Stapelfeldt (Handwerkskammer) und Volker Hatje (Bürgermeister Elmshorn) versenken die Zeitkapsel.

Mit einer Generalmodernisierung soll die Beruflichen Bildungsstätte Elmshorn für eine digitale Zukunft gerüstet werden.

shz.de von
31. Mai 2018, 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Trotz hochsommerlicher Temperaturen und „gnadenlosem“ Sonnenschein konnte Detlef Spitzmüller, Leiter der Beruflichen Bildungsstätte (BBS) Elmshorn, am späten Dienstagnachmittag zahlreiche Gäste zu einem feierlichen Akt unter freiem Himmel auf dem Areal der Einrichtung am Ramskamp begrüßen. Der Anlass: Grundsteinlegung für die Generalmodernisierung der BBS Elmshorn. Die zweitgrößte Bildungseinrichtung der Handwerkskammer Lübeck soll auf den neusten bautechnischen und energetischen Standard gebracht werden, um auch in der Zukunft die Aus- und Weiterbildung von Lehrlingen, Gesellen und Meistern auf höchstem Niveau sicherzustellen. Voraussichtliche Dauer der Maßnahme: zwei Jahre.

Schaffung einer digitalen und modernen Lern- und Arbeitswelt

„Mit den geplanten Baumaßnahmen schaffen wir ein optimales und modernes Arbeitsumfeld für Handwerker und Mitarbeiter“, erklärte Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, in seiner Ansprache und unterstrich, dass diese Generalmodernisierung eine große Chance sei, „in einer neuen, modernen Gebäudehülle auch eine moderne digitale Lern- und Arbeitswelt zu schaffen.“ Die BBS besteht seit knapp 40 Jahren und umfasst eine Gesamtfläche von 8000 Quadratmetern. Sie diente und dient vielfach als wichtiger Bestandteil für die Aus- und Weiterbildung des handwerklichen Nachwuchses in der Region und ist hauptsächlich für die Kreise Pinneberg und Steinburg zuständig. Berufsvorbereitungskurse, die überbetriebliche Ausbildung von Lehrlingen und Maßnahmen der Arbeitsagenturen finden dort genauso statt wie Weiterbildungsmaßnahmen des Handwerks – unter anderem mit Meistervorbereitungskursen. Sie verfügt über 38 Mitarbeiter, darunter 16 Ausbildungsmeister.

Kosten von etwa 13 Millionen

Im Jahr 2017 sind in mehr als 400 Veranstaltungen über 4000 Teilnehmer aus- beziehungsweise weitergebildet worden. „Handwerksbetriebe sind heute mehr denn je auf hervorragend ausgebildete Fachkräfte angewiesen“, so Stapelfeldt weiter. Darum nehme auch die Bedeutung der Bildungseinrichtungen des Handwerks stetig zu, die „ein optimales Umfeld für innovatives Lernen bieten sollen. „Mit der Generalmodernisierung wollen wir genau das für den Standort Elmshorn erreichen“, betonte er – als „zukunftsweisende Investition in die berufliche Bildung“.

Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens rechnet die Handwerkskammer mit Kosten in Höhe von knapp 13 Millionen Euro. Das Land Schleswig-Holstein investiert dabei 2,69 Millionen Euro, und das Bildungsministerium fördert das Vorhaben über das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit 4,04 Millionen Euro. Da man strenggenommen keinen Neubau errichtet, hatte die Grundsteinlegung – mit der üblichen Versenkung einer kupfernen Zeitkapsel – einen rein symbolischen Charakter, die den Beginn der Modernisierung kennzeichnen sollte. Die Baumaßnahmen werden vom Architekturbüro Agn Leusmann aus Hamburg betreut.


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