Ein langer Weg zur Ortsmitte

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Eine einjährige Studie soll in Borstel-Hohenraden zur „Lebendigen Dorfmitte“ führen

shz.de von
01. März 2018, 16:00 Uhr

Auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung in Borstel-Hohenraden stand die Vorstellung einer Machbarkeitsstudie zur Ortsentwicklung. Genau genommen geht es in dieser Studie unter den Titel „Lebendige Dorfmitte“ um den Ortskern. Wer nun als Zuschauer erwartet hätte, visionäre Ausblicke mit futuristischer Fotomontage einer virtuellen Ortsmitte vorgesetzt zu bekommen, der wurde allerdings schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Christiane Mahnke und Christian Wildfang vom Planungsbüro Architektur + Stadtplanung stellten der Politik und den Zuhörern den Verfahrensweg für die Planung vor.

Anhand einer sehr umfangreichen Grafik wurde schnell klar, dass der Weg zur Umsetzung ehrgeizig sein wird. Dazu Wiebke Dicks, stellvertretende Bürgermeisterin (SPD): „Eine Studie ist notwendig, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten im Ort eingebunden sind und andererseits, um die Voraussetzung zu erfüllen, Förderungen für die Maßnahmen erhalten zu können. Deshalb müssen wir diesen langen Weg gehen.“

Aus Sicht des Architektenbüros ist dieser zunächst geprägt von einer umfangreichen Bestandsaufnahme, sowohl im Bereich der vorhandenen Gebäude als auch für freiraumplanerische Aspekte, wie die Nutzung und Gestaltung von Dorfplatz, Sportplatz oder Spielflächen.

Dicks gab ein Beispiel: „Unsere Turnhalle ist hinsichtlich Energieeffizienz auf dem Stand der siebziger Jahre. Dies und mehr müssen wir berücksichtigen, wenn wir über die Nutzung, den Sanierungsbedarf vorhandener Gebäude oder Neubauten sprechen. Insgesamt haben wir zu wenig Platz, unsere größte Baustelle ist die betreute Grundschule, dort müssen die Kinder in der Pausenhalle essen. Es gibt viele Wünsche von unseren fast zwanzig Vereinen und Institutionen, aber eben nur beschränkte Mittel zur Umsetzung.“ Wildfang erläuterte: „Erst nach dieser Bestandsaufnahme kann begonnen werden, erste Konzeptvorschläge zu erarbeiten und auch die wollen immer wieder abgestimmt sein.“

Sollte in der nächsten Gemeindevertretersitzung Ende März ein Entschluss gefasst werden, so würde die Studie selbst etwa ein Jahr dauern. Voraussetzung wäre allerdings, dass sich durch die Abstimmung mit den Beteiligten keine Zeitverzögerungen ergeben. Geplant sind immer wieder runde Tische und Statusberichte an die Lenkungsgruppe. Das Ziel, so Dicks, sollte sein, die Förderanträge für die Aktivregion Pinneberger Marsch und Geest im Frühjahr 2019 gestellt zu haben. Aber selbst dann ist zu vermuten, dass mindestens weitere ein bis zwei Jahre vergehen werden, bevor der erste Spatenstich zur Umsetzung gemacht werden kann.

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