Ein Kunstwerk für den Ortseingang

Die Barmstedter Künstlerin Karin Weißenbacher präsentierte ihren Entwurf „Tangstedt Stele“.
Die Barmstedter Künstlerin Karin Weißenbacher präsentierte ihren Entwurf „Tangstedt Stele“.

Zwei Ideen im Tangstedter Bauausschuss vorgestellt

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01. November 2018, 16:08 Uhr

Weiße Balken markieren die Ortseinfahrten von Tangstedt. Die zur Straße zulaufenden Markierungen sollen dafür sorgen, dass Autofahrer die Geschwindigkeit drosseln. Da die Barken ersetzt werden müssen, präsentierte Tangstedts Bürgermeisterin Henriette Krohn (parteilos) im Bauausschuss eine besondere Idee: „Seit dem Dorfentwicklungskonzept versuchen wir, die Ortseingänge attraktiver zu gestalten. Ich denke, es würde uns gut stehen, uns mit Kunst zu schmücken.“ Einige blühende Pflanzen hätten bisher die Optik verbessert, Vorschläge von den Bürgern gebe es bisher nicht. Dafür stellten während der Sitzung die Barmstedter Künstlerin Karin Weißenbacher und Steinmetz Peter Sommer ihre Ideen vor.

Weißenbacher präsentierte ein Modell ihres Vorschlags für die Neugestaltung der Ortseinfahrt. Im Mittelpunkt steht ein Granitkörper, der mit Elementen aus Korten-Stahl verziert wird. „Die eine Seite stilisiert den Elbfluss der Pinnau, auf der anderen Seite ist eine Seite der Kneifzange zu sehen, die Tangstedter Zange, die auch im Wappen zu finden ist“, erläuterte die Malerin und Steinmetzin.

Der Wolf und das Mühlenrad auf der Oberseite des 3,30  Meter hohen Kunstwerks bilden die weiteren Elemente aus dem Tangstedter Wappen. „Alle Elemente zeigen auf den Tangstedter Mühlenstein, der das Zentrum des Objekts ist“, erläuterte Weißenbacher. 3,30 Meter hoch, 2,20 Meter Durchmesser und etwa 1,90 Meter Tiefe habe das Gesamtkunstwerk, das sie an der Hauptstraße platzieren würde, um „eine optimale Erkennung im Begrüßungsgeschehen beim Hineinfahren in den Ort bereits vom Weitem und auch beim sich nähern für den einströmenden Verkehr aus der Richtung Rellingen zu gewährleisten“. Der Stein ist etwa 43 Zentimeter breit und etwa 33 Zentimeter tief.

Die orangene Farbe setze einen farbigen, hellen und lebendigen Definitionspunkt an den Ortseingang. Durch die Materialwahl sei es möglich, auch Graffitis schnell zu entfernen und das Kunstwerk sei leicht zu pflegen. „Das ist quasi unzerstörbares Material. Das müsste 500 Jahre halten“, sagte Weißenbacher und ergänzte: „Es dürfte selbst mit Gewalt schwierig sein, den Granit zu zerstören.“

Sommer hatte sich für eine Platzierung auf der Ecke Dorfstraße/Pinneberger Weg entschieden – also nicht direkt am Ortseingang. „Am Anfang des Dorfs ist wenig Platz“, begründete Sommer. Sein Entwurf, den er als Zeichnung präsentierte, zeigt einen Wolf, der einen Mühlstein vor sich her rollt. „In Zeiten, in denen viel über den Wolf diskutiert wird, wäre es ein Wolf zum Anfassen“, sagte Sommer. „Zudem zeigen wir, dass wir in Tangstedt eng verbunden mit der Natur sind.“ Beim Material könne zwischen Sandstein, Marmor oder Basalt/Granit, Sommers persönlichem Favoriten, gewählt werden. 1,40 Meter soll der Wolf hoch werden, dessen Fertigstellung bei Auftragserteilung etwa drei Monate dauern würde. Einen Schriftzug hatte Sommer nicht eingeplant.

„Wir wollen das heute nicht diskutieren, sondern jeder nimmt die Ideen mit nach Hause und dann können die Kunstwerke in den Fraktionen diskutiert werden“, sagte Krohn.

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