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Mysteriöses Geräusch in Pinneberg : Ein Knall gibt Rätsel auf

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Knall dröhnt durch die Kreisstadt, Fenster klirren, Möbel vibrieren - und das jede Nacht: Die Pinneberger sind verstört. Fest steht zumindest: Gleisarbeiten sind nicht die Ursache für den Lärm.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 16:51 Uhr

Es knallt. Nacht für Nacht. So laut, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen. Ein Geräusch, das Menschen von der Couch oder aus dem Schlaf aufschreckt, gibt Pinneberg Rätsel auf. An Thesen, wo der ominöse Lärm herrühren könnte, fehlt es nicht. In sozialen Netzwerken wird wild spekuliert. Die Behörden haben keine schlüssige Erklärung.

Nach Informationen unserer Zeitung war das Geräusch am vergangenen Sonnabend kurz nach 23 Uhr gleich dreimal zu hören. In der Nacht zu Dienstag und zu Mittwoch folgten weitere Schläge. Zuletzt donnerte es am Mittwochmorgen gegen 1.30 Uhr. Zeugen fühlen sich an Detonationen erinnert.

Im Rathaus der Kreisstadt gehen derzeit regelmäßig Anrufe besorgter Bürger ein. Sie vermuten Explosionen im Stadtgebiet. Antworten kann Petra Jelinek, die im Ordnungsamt arbeitet, den Menschen nicht liefern „Wir wollen aufklären, stehen mit der Polizei in Kontakt“, sagt sie. Es sei denkbar, dass „sich da irgendwelche Leute einen Spaß machen“, so Jelinek. Nicht ausgeschlossen sei, dass besonders laute Knallkörper eingesetzt würden. Im Frühjahr sei das ohrenbetäubende Phänomen schon mal aufgetreten, so Jelinek weiter. Damals im Bereich der Burmeisterallee, in der Nähe der Bahnschienen. In der Folge seien die Ordnungshüter in der Straße vermehrt Streife gefahren – und das Geräusch sei daraufhin ausgeblieben.

In den vergangenen Tagen war der Knall auch in Pinnebergs Norden, etwa im Bereich der Ulmenallee, zu hören. Manch einer vermutet Bauarbeiten der Deutschen Bahn als Ursache. Unsere Zeitung fragte bei dem Konzern nach. Pressesprecherin Sabine Brunckhorst bestätigt zwar, dass im Zuge der seit Anfang September laufenden Gleisbauarbeiten auch nachts gearbeitet wird. Mit Lärm-Attacken sei jedoch nicht zu rechnen. „Auch bei uns hat niemand eine Erklärung.“

Bleibt die unappetitliche These, dass Vögel, die mit der 15 000-Volt-Oberleitung der Bahn in Berührung kommen, explodieren. Davon hat Matthias Wieske, stellvertretender Revierleiter der Pinneberger Polizei, schon gehört. Brunckhorst bestätigt, dass es derartige Vorfälle gibt. Allerdings nicht in der Häufigkeit. „So laut ist das auch nicht.“ Man werde die beschäftigten Bauarbeiter jetzt sensibilisieren Sie sollen Augen und Ohren offenhalten.

 

 

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