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Gastschüler in Pinneberg : Ein Jahr an der Pinnau

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zwölf junge Gäste aus den USA und aus Indonesien beginnen ihr Austauschjahr an der Pinnau.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Sie haben drei Wochen lang intensiv Deutsch gelernt. Zwölf junge Menschen von 15 bis 18 Jahren aus USA und Indonesien. Ihr Sprach- und Orientierungskurs im Geschwister-Scholl-Haus endete kürzlich. Vor ihrer Weiterreise gab es einen Empfang bei Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg.

Danach ging es zu Gastfamilien in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Oder auch nicht ganz so weit weg – nach Geesthacht, Bad Segeberg, Kiel, Braunschweig oder Hannover. Sie werden ein Jahr lang deutsche Schulbänke drücken. Eine Teilnehmerin bleibt in Pinneberg und freut sich schon auf die Theodor-Heuss-Schule.

Die zwölf gehören zu insgesamt 545 Mädchen und Jungen aus aller Welt, die derzeit von „Youth for Understanding“ (YFU) in Deutschland betreut werden. Etwa 1200 junge Deutsche sind zur selben Zeit im Ausland. Als eine der größten und ältesten Austauschorganisationen der Welt hat YFU seit 1951 etwa 250.000 Schülern und Schülerinnen aus vielen Ländern der Erde zu derartigen Auslandserfahrungen verholfen, etwa 4000 pro Jahr.

Alle virtuellen Internetkontakte oder sozialen Netzwerke könnten das persönliche Erlebnis nicht ersetzen, stellte Steinberg fest. Umso mehr freue sie sich über die Gäste, die ein Jahr ihrer Lebenszeit nutzen, „unseren Alltag mit uns zu teilen“, hob sie hervor.

Den unschätzbaren Wert, eine andere Kultur tatsächlich zu erleben, bekräftigte auch die Organisatorin der dreiwöchigen Vorbereitungskurse in Pinneberg Margret Brakelmann und erinnerte an ihr eigenes YFU-Jahr in Amerika, von dem sie nach 45 Jahren immer noch zehre.

Dann waren die Schüler dran. Mit der Sprache kamen die zwölf nach den Lektionen von Franziska Brenner schon ganz gut zurecht, aber ihre Erlebnisberichte machten deutlich, dass der deutsche Alltag auch andere Tücken bereithält. Zum Beispiel das Fahrrad, für einige von ihnen ein recht exotisches Fortbewegungsmittel. Kady aus dem amerikanischen Michigan erzählte lachend von ihren ersten Abenteuern damit. Sie habe noch schnell bei „grün“ über „Zebra“ und „Insel“ auf die andere Straßenseite gewollt, da machte es „bumms“ und „das Rad war kaputt“. Sie selbst sei mit ein paar blauen Flecken davongekommen.

Dass alle zwölf inzwischen mit Fahrrad, Bus oder Bahn mühelos herumkommen, sich beim Einkaufen zurechtfinden und sich sogar mit deutscher Politik auskennen, verdanken sie dem Orientierungskurs von Philippa Fennes, und natürlich den Familien, deren Gäste sie seit ihrer Ankunft waren. Auch für die Gastgeber seien die drei Wochen ein Gewinn gewesen, betonten Steinberg und Brakelmann. Nach dieser guten Erfahrung werden jetzt schon Gasteltern für das nächste Jahr gesucht; Kontakt unter 040-2270020 oder per E-Mail unter info@yfu.de.

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