Ein Haus für Flüchtlinge

Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU).
Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU).

Bewohner von Borstel-Hohenraden werden in der Einwohnerversammlung über aktuelle Themen informiert

shz.de von
07. Januar 2015, 16:03 Uhr

Sanierung der Quickborner Straße, eine neue Unterkunft für Flüchtlinge, generationsübergreifende Projekte – in Borstel-Hohenraden steht in den kommenden Monaten einiges an. Über die Pläne werden die Bürger am Dienstag, 13. Januar, ab 19.30 Uhr in der Johannes-Schneider-Halle an der Quickborner Straße während einer Einwohnerversammlung informiert.

Zahlreiche Belastungen für die Bevölkerung erwartet Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU, Foto) durch die Sanierung der L76 (Quickborner Straße). Auf neun Kilometern wird die Landesstraße 2015 zwischen dem Borstel-Hohenradener Ortseingang bei der Autobahnabfahrt Pinneberg-Nord und Quickborn abschnittsweise asphaltiert. 4,5    Kilometer davon gehören zu Borstel-Hohenraden. „Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Mai oder Juni beginnen“, sagt Rahn. Einzelheiten stehen bisher noch nicht fest. Deshalb wird am 13. Januar auch kein Vertreter des für die Sanierung zuständigen Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein bei der Versammlung dabei sein.

Problematisch ist für die Gemeinde vor allem, dass die Straße vermutlich abschnittsweise gesperrt wird. Laut Rahn ist immerhin gesichert, dass Rettungswagen und Feuerwehr die L76 weiter nutzen können. Über Umleitungsstrecken ist dagegen noch nichts bekannt.

Endgültig perfekt ist der Kauf eines Wohnhauses, in dem Asylbewerber untergebracht werden sollen. Das Mehrfamilienhaus liegt an der Quickborner Straße in der Nähe des Ortseingangs, nicht weit von der Autobahnabfahrt Pinneberg-Nord entfernt. Erwerb und Umbau des Gebäudes kosten die Gemeinde etwa 450  000 Euro. „Die ersten Flüchtlinge können vielleicht schon im April einziehen“, hofft Rahn. Insgesamt steht in dem Haus 300 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Zwei Wohnungen sind als Unterkünfte für Familien geplant, zwei weitere für Flüchtlinge, die alleine nach Deutschland gekommen sind.

Ein weiteres Thema werden die Projekte sein, die durch die Mitgliedschaft in der Aktivregion „Pinneberger Marsch und Geest“ bezuschusst werden.

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