Pinneberg : Ein großer Schritt zur Westumgehung

In dem Industriegebiet an  der Siemensstraße in Pinnebergs Norden sind große Unternehmen wie die Rex Maschinenfabrik und der Chemie-Gigant Rowa beheimatet.  Beide Firmen hatten gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Westumgehung geklagt – und waren in letzter Instanz gescheitert.
Foto:
In dem Industriegebiet an der Siemensstraße in Pinnebergs Norden sind große Unternehmen wie die Rex Maschinenfabrik und der Chemie-Gigant Rowa beheimatet. Beide Firmen hatten gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Westumgehung geklagt – und waren in letzter Instanz gescheitert.

28-Millionen-Projekt: Die Stadt einigt sich mit dem Chemieunternehmen Rowa.

shz.de von
12. Juni 2014, 22:00 Uhr

Pinneberg | Seit Jahrzehnten plant Pinneberg seine Westumgehung. Ein 28-Millionen-Euro-Projekt mit Hindernissen. Nach Verfahrensfehlern, Klagen und Streitigkeiten mit Unternehmen, die logistische Probleme fürchteten, kann das Rathaus jetzt einen Durchbruch vermelden. Das an der Siemensstraße beheimatete Chemieunternehmen Rowa hat ein Grundstück, das für das Projekt benötigt wird, an die Stadt verkauft. Für Pinneberg ein großer Schritt zum Bau der Westumgehung.

„Wir unterstützen das Vorhaben auf Basis der nun gemeinsam definierten Lösungen“, bestätigt Rowa-Geschäftsführer Kai Müller. Bürgermeisterin Urte Steinberg ist überzeugt: „Die Umgehung wird nicht nur neue Gewerbegebiete anschließen, sondern auch die Innenstadt erheblich entlasten.“

Bevor die Bagger rollen können, muss jedoch noch eine Einigung mit dem ebenfalls an der Trasse beheimateten Unternehmen Rex Maschinenbau erzielt werden. Auch dessen Grundstücke werden benötigt. Inhaber Hans Joachim Schwarzbeck hatte der Stadt im Februar vorgeworfen, Zusagen nicht einzuhalten – und einen erneuten Gang zum Gericht nicht ausgeschlossen. Es wird verhandelt, eine Einigung steht noch aus.

Von Pinnebergs Westumgehung hängt unter anderem die Erschließung des Gewerbegebiets Müssentwiete ab. Der Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Millionen-Straße liegt bereits seit 2010 vor. Sowohl die Rowa als auch Schwarzbeck hatten gegen den Beschluss geklagt. 2013 hatte das Oberverwaltungsgericht diese Klagen jedoch abgewiesen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen