Ein Glücksfall für die Stadt

Das Organisationsteam um Dirk Matthiessen (von links), Stadtmarketing Pinneberg, Jochen Manske von der Lunch-Karawane, Tim Glindmeyer, Sprecher der Wirtschaftsgemeinschaft Pinneberg, und Wehrführer Claus Köster (rechts).
Das Organisationsteam um Dirk Matthiessen (von links), Stadtmarketing Pinneberg, Jochen Manske von der Lunch-Karawane, Tim Glindmeyer, Sprecher der Wirtschaftsgemeinschaft Pinneberg, und Wehrführer Claus Köster (rechts).

Spektakel: Food-Trucks, Aktionstag der Feuerwehr und verkaufsoffener Sonntag / Vier Einsatzübungen

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08. September 2018, 16:49 Uhr

Bummeln, essen, mitmachen: Von Freitag, 14. September, bis Sonntag, 16. September, herrscht in der Pinneberger Innenstadt positiver Ausnahmezustand. Das Stadtmarketing, die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg und die Wirtschaftsgemeinschaft der Kreisstadt haben sich einiges einfallen lassen. Gleich drei Großereignisse finden am besagten Wochenende statt.


Kulinarisches aus dem Truck

Da wäre zu einem das Food-Truck-Festival. Von Freitag bis Sonntag präsentieren insgesamt 14 umgebaute Imbisswagen ihre Spezialitäten. „Das reicht von Klassikern wie Burgern über ausgefallene Hot-Dog-Kreationen bis hin zu asiatischer Küche und Kaffee“, erläutert Jochen Manske, Geschäftsführer der Lunch-Karawane. Seit vier Jahren organisiert Manske solche Events. „Solche Food-Markets bringen Menschen zusammen“, sagt er. Gemeinsam Zeit verbringen, Dinge ausprobieren. „Das Konzept, sich mit Food-Trucks irgendwo hinzustellen und Essen anzubieten, ist relativ unspektakulär – dafür ist das Angebot aber spektakulär“, erläutert Manske. Denn zum probieren gibt es eine Menge. Ob gegrillte Käsesandwiches, Marokkanische-Minze-Burger oder libanesische Falafeln: satt dürfte laut Meinung Manskes jeder werden, der vorbei kommt.

„Für die Stadt ist das ein Glücksfall“, sagt Dirk Matthiessen, Geschäftsführer des Stadtmarketings in Pinneberg. Gerade ein junges Publikum könne so nach Pinneberg gelotst werden. Die Idee eines solchen Events habe es schon seit einiger Zeit gegeben. Zu Beginn des Jahres sei man dann mit der Lunch-Karawane in Kontakt gekommen. Beide Seiten zeigten sich begeistert. Unter einer Bedingung seitens des Stadtmarketings: Das Festival solle an einem verkaufsoffenen Sonntag stattfinden.


Rutsche auf dem Drosteiplatz

Gesagt, getan. Denn am Sonntag, 16. September, haben die Geschäfte in der Pinneberger Innenstadt geöffnet.

Doch das ist an diesem Tag nicht der einzige Höhepunkt. So nutzt die Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt den Sonntag für einen Informations- und Aktionstag. „Zunächst hatten wir die Idee, einen Tag der offenen Tür zu machen“, sagt Claus Köster, Wehrführer in Pinneberg. Man wolle aber vom alten System abweichen, stattdessen wolle man die Feuerwehr da hinbringen, wo die Bürger seien. Also werden Infostände, Einsatzfahrzeuge und Aktionen zum Mitmachen kurzerhand in die Innenstadt und vor die Pinneberger Drostei verlegt. Die Kameraden der Wehr informieren interessierte Bürger ab 13.30 Uhr auf dem Lindenplatz. Für die jüngsten Besucher gibt es eine Riesenrutsche auf dem Drosteiplatz. Zudem können Fotos auf dem Feuerwehrauto gemacht werden. Bei der Kinderrallye geht es auf Spurensuche und vor dem Bücherwurm werden Feuerwehrgeschichten vorgelesen.

Doch die Feuerwehr will vor allem Verständnis vermitteln. Vier Einsatzübungen sind dafür geplant – und das teils in den Geschäften vor Ort. „Um 13.30 Uhr demonstrieren wir eine Personenrettung am Lindenplatz und um 14.30 Uhr an der Adler Apotheke“, erläutert Wehrführer Köster. Dabei können sich die Bürger einbringen, beispielsweise indem sie mit der Rettungsschere helfen. „Dabei geht es in erster Linie auch um das Verständnis für Schutzzonen“, führt Köster an. Um 15.30 Uhr tritt dann ein künstlicher Gefahrenstoff bei Brille & Kunst aus. Auch hier können Feuerwehr und Bürger gemeinsam zum Einsatz gerufen werden.

Brenzlig wird es dann ab 16.30 Uhr. Bei Kunstmann brennt es. „Wir wollen Feuer erlebbar machen“, sagt Köster. Im ersten Stock werde mit Kunstnebel eine Brandsituation simuliert. Interessierte Bürger können helfen, das künstliche Feuer zu löschen.

Eine große LED-Wand auf dem Drosteiplatz soll für eine Übersicht sorgen, wo was passiert. Im Vorfeld des Veranstaltungswochenendes werden zudem Imagefilme in ausgewählten Geschäften der Pinneberger Innenstadt gezeigt. Auch diverse Schaufenster sind dekoriert, beispielsweise beim Modehaus Glindmeyer oder Kunstmann. Sorge, dass es in der Kreisstadt tatsächlich brennen sollte, müsse sich niemand machen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr werden am Sonntag von den Wehren aus Kummerfeld und Borstel-Hohenraden vertreten. Die Planungen sind soweit abgeschlossen, die Organisatoren bereit. Müsse nur noch das Wetter mitspielen, so Köster.

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