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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 09:39 Uhr

Hasloh : Ein Garten für die Generationen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Bürgerin will einen Teil ihres privaten Geländes für die öffentliche Nutzung zur Verfügung stellen.

von
erstellt am 27.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Hasloh | Wenn bislang im Dorf vom Gelände rund um den Hasloher Klövensteen in Höhe Hausnummer 25 die Rede war, dann meist, weil dort häufig Lkw zu sehen waren, die Bauschutt oder Erde dort abkippten. Das soll sich, geht es nach dem Willen von Haus- und Grundstückseigentümerin Katrin Drews, schon bald ändern.

„Ich würde gern ein Projekt ins Leben rufen, das ,Generationengarten‘ heißt“, erklärt Drews. Die Idee dahinter sei, dass Landflächen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, die dann von Senioren und Kindergarten- beziehungsweise Schulkindern gemeinsam bewirtschaftet werden.

„Es stehen mehrere Grundstücke zur Auswahl“, sagt Drews. Am naheliegendsten sei der Teil neben dem Wohngebäude, auf dem bereits Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren zu finden sind. „Ich habe leider nur wenig Ahnung vom Gemüse- und Obstanbau, deshalb brauche ich die Unterstützung und Expertise der älteren Generation“, gibt Drews ganz offen zu.

Aus Erfahrung wisse sie, dass viele Senioren keinen eignen Nutzgarten mehr unterhalten könnten, aber über umfangreiche Kenntnisse in Sachen Anbau und Pflege verfügten. „Dieses alte Wissen soll weitergegeben werden, weil es sonst verloren geht“, ist Drews überzeugt. Ein weiterer positiver Effekt sei, dass älteren Menschen so das Gefühl vermittelt werden könne, gebraucht zu werden. „Wenn nebenher dann auch noch Platt geschnackt wird, ist das für alle Beteiligten ein zusätzlicher Gewinn“, betont Drews.

Erntezeiten beachten

„Ich könnte mir gut vorstellen, dass so ein Projekt auch im Rahmen der Offenen Ganztagsschule Anklang finden könnte“, sagt Drews. Hier müsste jedoch auch bedacht werden, dass vor den Sommerferien der überwiegende Teil der Ernte bereits eingebracht sei. Ein Gespräch mit der Unteren Naturschutzbehörde habe zudem ergeben, dass von dieser Seite keine Einwände gegen die Bewirtschaftung als Nutzfläche zu erwarten seien. „Nicht erlaubt ist das Errichten von Gebäuden, aber wir haben ausreichend Räume, um Gartengeräte wegschließen zu können“, versichert Drews.

Mit ihrer Familie erwarb Drews 2011 das Areal, das durch das Abladen von Bauschutt negativ auffiel. „Als wir beim Notar saßen, wurden wir vollkommen überrumpelt: Entweder der Vorbesitzer erhält das Nutzungsrecht für das Gelände, oder er tritt vom Verkauf zurück“, berichtet Drews. Ihnen sei damals nicht klar gewesen, was dies für Konsequenzen haben könne. „Die Nutzung wird sich in absehbarer Zeit ändern“, stellt Drews in Aussicht. Wer Interesse hat, meldet sich bei ihr unter Telefon 0176-41560270 oder per E-Mail an katrindrews@web.de.

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