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Pinneberger Tageblatt

24. November 2017 | 06:59 Uhr

Ein Drittel für den sozialen Wohnungsbau

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fläche Verbindungsweg SPD Halstenbek setzt sich für Geringverdiener ein

von
erstellt am 29.Jun.2017 | 16:00 Uhr

„Wohnungen für Normalverdiener und Leute mit geringem Einkommen in Halstenbek“ – nach Ansicht der SPD-Fraktion birgt das Thema sozialen Sprengstoff. Und lässt nichts unversucht, in ihrer Gemeinde Geringverdienern zur Seite zu stehen. Aktuell schielen die Sozialdemokraten um Fraktionschef Christoph Bittner auf das von der Gemeinde nach einem mehrheitlichen Beschluss des Rats erworbene Areal am Verbindungsweg in Richtung Haselweg. Ihr Antrag an die Gemeindevertretung: „Die Verwaltung soll ein Nutzungskonzept für genossenschaftlichen Wohnraum in aufgelockerter Bauweise vorlegen.“

Heißt konkret: Ein Drittel der Wohnungen soll dabei frei vermietbar werden, ein weiteres Drittel nach dem zweiten Förderweg gefördert werden und das verbleibende Drittel als Sozialwohnungen bereit stehen. Die Menschen in Halstenbek müssen beteiligt werden: „Vor Beginn der Bauleitplanung soll die Öffentlichkeit im Rahmen einer Abendveranstaltung beteiligt werden“, sagt Wiebke Themann, SPD-Gemeinderätin und Vorsitzende des Sozialausschusses.

Halstenbek hat nach Ansicht der SPD ein Problem: „Es entstanden immer neue hochpreisige Wohnanlagen oder Einfamilienhäuser, geförderte Wohnungen hingegen wurden zuletzt kurz nach der Jahrtausendwende errichtet, andere sind über die Jahre bereits aus der Preisbindung herausgefallen.“ Das müsse sich ändern, fordert die Partei mit Nachdruck. Und hält sich nicht mit Kritik zurück: „Andere Fraktionen und anfangs auch die Verwaltung schoben dieses wichtige Anliegen – den Bau geförderter Wohnungen – auf die lange Bank.“ Im Kern „ging es nie um große Baugebiete, sondern um kleine ortskernnahe Einheiten, die den grünen Charakter Halstenbeks nicht zerstören.“

Zugleich sollen sie eine sozial ausgewogene Mischung von Bewohnern mit kleinen und mittleren Einkommen sowie Bewohnern, die sich frei finanzierte Wohnungen leisten können, aufweisen.“ Nach Überzeugung der SPD könne dies am besten mit Hilfe von Genossenschaften erreicht werden, weil sie nicht renditeorientiert arbeiten würden.

Das erworbene Grundstück soll sich die Gemeinde 2,7 Millionen Euro gekostet haben lassen. Das Geld ging an die Erbengemeinschaft der ehemaligen, etwa 29  500 Quadratmeter großen Baumschulfläche.






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