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Olympia in Hamburg : „Ein Chance für die Region“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die mögliche Hamburger Olympia-Bewerbung für 2024 sorgt für ein positives Echo im Kreis Pinneberg. Der Nabu fordert Ausgleichsmaßnahmen.

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erstellt am 20.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will sich als Ausrichter für die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben – es wären die dritten in Deutschland nach Berlin 1936 und München 1972.

Doch wie stehen eigentlich die Kreis Pinneberger zu diesem Ansinnen, gerade auch vor dem Hintergrund der gescheiterten Bewerbung für die Spiele 2012? Damals zog die Hansestadt schon im innerdeutschen Vorausscheid gegen Leipzig den Kürzeren. Karsten Tiedemann ist heute noch sauer, wenn er daran zurückdenkt. „Das war damals ganz klar eine politisch motivierte Fehlentscheidung“, sagt der Geschäftsführer des Kreissportverbandes Pinneberg, der Feuer und Flamme für einer neuerliche Bewerbung wäre. „Hamburg ist die schönste Stadt der Welt, Olympia links und rechts der Elbe, das wäre wunderbar“, sagt er. Positive Synergien für den Kreis seien gewissermaßen programmiert. „Das wäre auf jeden Fall einen Schub bedeuten im Hinblick auf die Sanierung unserer zum Teil sehr maroden Sportanlagen“, so Tiedemann. Auch in das Olympia-Programm selbst könne der Kreis eingebunden werden, die Wettbewerbe im Reitsport hier stattfinden. So sei das auch 2012 geplant gewesen.

Auch Paul Raab, Leiter der Elmshorner Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer Kiel, steht hinter einer möglichen Kandidatur. „Olympische Spiele in Hamburg böten eine einmalige Chance auch für die Entwicklung der Unterelb-Region“, sagt er. Die Vergangenheit zeige das. „1972 wurde wegen der Segelwettbewerbe die Autobahnverbindung Hamburg-Kiel geschaffen. nun würde der Weiterbau der A20 eine zusätzliche Verbindung zu den Spielstätten in der Metropolregion gewährleisten“, so Raab.

Auch Uwe Langrock, der als Chef des Pinneberger Nabu vor allem die Umwelt im Blick hat, hält „ein solches geselschaftliches Ereignis für begrüßenswert.“ Allerdings müsse für Ausgleichsmaßnahmen gesorgt werden. „Vorstellbar ist hier beispielsweise die Renaturierung größerer Flächen entlang der Pinnau oder ein Entgegenkommen in Sachen Elbvertiefung, die wir ablehnen“, so Langrock.

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