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Neues Projekt : „Ein Blind-Date mit der Kunst“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Drostei in Pinneberg zeigt ab 20. Februar jede Woche ein anderes Bild im Foyer. An einzelnen Terminen sind die Künstler selbst anwesend.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2017 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Inga-Kristina Spiegel (19) ist im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in der Pinneberger Drostei und hat eine besondere Präsentationsform für deren Gemälde entwickelt: Zwischen dem 20. Februar und dem 21. April wird im Foyer jede Woche ein anderes Bild ausgestellt, das Spiegel persönlich aus dem Drostei-Fundus ausgesucht hat. „Kunstpause!“ nannte die junge Frau das Projekt, denn es soll zu einem kurzen Spontanbesuch in der Drostei einladen: „Die Leute können so in ihrer Mittagspause mal etwas anderes machen, ein wenig Quality-time einstreuen“, erläutert Spiegel ihr Ansinnen. Auf Mittagspausen ist das Konzept aber nicht beschränkt: „Wir hoffen auch auf andere Spontanbesucher, besonders an Markttagen.“

Das Besondere an der Idee ist, dass die Bilder nicht in einer großen Sammlung reihenweise erlebt werden, sondern einzeln zur Geltung kommen. Das ermöglicht bei geringem Zeitaufwand eine besondere Auseinandersetzung mit den einzelnen Werken. Bei freiem Eintritt soll die Ausstellung eine Möglichkeit bieten, Kunst mit dem Alltag zu verbinden und im wahrsten Sinne des Wortes eine „Kunstpause!“ einzulegen. Dazu liegt ein Gästebuch aus, in dem Besucher ihre Eindrücke niederschreiben und mit anderen teilen können oder sich durch die Aufzeichnungen Anderer inspirieren lassen können. Als Anregungen hat Spiegel sich einige Fragen überlegt, die als Betrachtungsleitfaden dienen können. All dies ist natürlich rein freiwillig.

Überraschungseffekt soll bleiben

Ausgestellt werden Werke regionaler Künstler, die sich aber teilweise auch überregional einen Namen gemacht haben. Einige von ihnen werden an einzelnen Terminen zusammen mit Spiegel selbst anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Was genau zu sehen sein wird möchte, Spiegel aber noch nicht verraten, denn der Überraschungseffekt soll erhalten bleiben: „Man soll noch nicht wissen, was einen erwartet“, sagt sie lächelnd. „Es ist ein Blind-Date mit der Kunst“, ergänzt Stefanie Fricke, künstlerische Leitung der Drostei. Häufige Besuche lohnen sich: Auf einer Stempelkarte kann man sie abzeichnen lassen und bekommt ab dem sechsten Besuch eine Drostei Jahreskarte, mit der man gratis alle Ausstellungen besuchen darf.

Die Grundidee haben Fricke, Mitarbeiter der Drostei und die FSJlerin zwar im Dialog gemeinsam entwickelt, die Umsetzung und Ausgestaltung sowie die Auswahl der Werke lag dann bei dem Kulturnachwuchs.

Spiegel kommt ursprünglich aus der Gegend um Eutin, zog für das FSJ aber nach Pinneberg. In der Schule spielte sie leidenschaftlich Theater und möchte im FSJ den kulturellen Bereich näher kennen lernen – denn beruflich soll es dort eventuell einmal hingehen.

 

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