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Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbands : Ein Appell an die Kameradschaft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Blauröcke-Chef Frank Homrich mahnt die vertrauensvolle Teamarbeit an.

Kreis Pinneberg | „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ – in fast jeder Feuerwache hängt ein Schild mit diesem alten Leitspruch. Doch der scheinbar zeitlose Grundsatz ist ins Wanken geraten. Dies meint jedenfalls Kreisbrandmeister Frank Homrich.

„Die heutige Feuerwehr ist mehr und mehr ein Spiegelbild der Gesellschaft geworden. Wurde in den Anfängen noch nach unserem Leitspruch gearbeitet und gelebt, und alle zogen an einem Strang, so sind heute auch in den Feuerwehren viele Individualisten, die ihre Interessen und Ideen in der Wehr umsetzen wollen“, sagte der Blauröcke-Chef am Wochenende während der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbands im Gartenbauzentrum Ellerhoop.

Dabei werde mal mehr, mal weniger Rücksicht auf die Kameraden genommen, führte Homrich weiter aus. Häufig käme es in der Folge zu Frustrationen oder in schlimmeren Fällen auch zu Austritten aus der Wehr. Homrich: „Früher war sicher nicht alles besser als heute, aber in einem Gespräch miteinander konnte man doch häufig Probleme aus der Welt schaffen.“ Heute würde eher übereinander als miteinander gesprochen. Dazu trügen auch die sozialen Netzwerke bei. „Ich habe noch nie erlebt, dass Facebook, Twitter und Co. erfolgreich ein Feuer ausmachen. Da hilft einfach nur die gemeinsame vertrauensvolle Arbeit im Team“, zitierte Homrich seinen Stellvertreter Stefan Mohr.

Kreisbrandmeister Frank Homrich stellte den Jahresbericht vor.
Kreisbrandmeister Frank Homrich stellte den Jahresbericht vor. Foto: Krohn

In seinem Jahresbericht nannte der Kreisbrandmeister eine Reihe von Zahlen. Insgesamt 3225 Einsätze fuhren die Feuerwehren im vorigen Jahr, 253 mehr als 2014. Die Zahl der Mitglieder im Kreisfeuerwehrverband hat sich im Vergleich zu 2014 weiter erhöht: Insgesamt 2706 Frauen und Männer sind zurzeit in den 52 Wehren aktiv. In den 37 Jugendfeuerwehren bereiten sich 207 Mädchen und 777 Jungen auf ihre Übernahme in die aktiven Gruppen vor. In Sachen Erweiterung der Kreisfeuerwehrzentrale vermeldete Homrich, dass der zweite Bauabschnitt mit den Werkstätten für Atemschutz, der Prüfhalle für Fahrzeuge und den Schulungsräumen in diesem Sommer fertig gestellt werden würde.

Bei den Vorstandswahlen gab es fast einstimmige Ergebnisse für die wieder gewählten Beisitzer Jens-Peter Saathoff (Bönningstedt) und Kay Sierk (Westerhorn). Zu Oberlöschmeistern befördert wurden Torsten Ehlers (Halstenbek), Philip Hadler (Bönningstedt), Malte Heins (Barmstedt), Sebastian Kehr (Werksfeuerwehr Nordmark), Patrick Kühn (Langeln), Björn Pöhler (Tangstedt), André Schwarz (Pinneberg), Dennis Schmidt (Kölln-Reisiek), Malte Sonntag (Ellerbek), Jan Sudeck (Moorrege), Nico Tiedemann (Halstenbek) und Sönke Zorn (Tangstedt). Hauptlöschmeister sind jetzt David Joseph Dalek (Quickborn), Nicolas Neitzel (Bönningstedt) und Klaas Seehaus (Ellerbek). Zu Hauptlöschmeistern mit drei Sternen wurden Steve Norman Lorenz und Thomas Schröder (beide Quickborn) befördert.

Nicole Nieber (Pinneberg) und Oliver Schönfeldt (Hetlingen) erhielten die Brandmeister-Abzeichen, Florian Jarzepski (Tangstedt), Claus Köster (Pinneberg) und Tore Weckwert (Hemdingen) die für den Oberbrandmeister. Stephan Aeffner (Pinneberg) wurde zum Hauptbrandmeister befördert. Die Florian-Medaille in Bronze erhielt Anke Mallon (Rellingen), in Silber Thorsten Rockel (Seestermühe) und in Gold Michael Körner (Pinneberg) sowie Hans-Jürgen Piening (Tornesch-Esingen). Uwe Brandt (Wedel) wurde mit der Silbernen Ehrennadel des Kreisverbands ausgezeichnet.

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erstellt am 07.Mär.2016 | 10:00 Uhr

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