Ein Anbau und zwei Fahrzeuge

Gleich drei Schlüssel gab es für die Feuerwehr: Thorsten Bunge (links) überreichte Wehrführer Stefan Birke (Zweiter von links) den für den Mannschaftstransportwagen, Bürgermeister Rolf Lammert (CDU, Mitte) den für den Anbau, und der ehemalige Bürgermeister Peter Liske (BWG, rechts) übergab Fahrzeugwart Philipp Hadler den Schlüssel für den neuen Gerätewagen Logistik.
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Gleich drei Schlüssel gab es für die Feuerwehr: Thorsten Bunge (links) überreichte Wehrführer Stefan Birke (Zweiter von links) den für den Mannschaftstransportwagen, Bürgermeister Rolf Lammert (CDU, Mitte) den für den Anbau, und der ehemalige Bürgermeister Peter Liske (BWG, rechts) übergab Fahrzeugwart Philipp Hadler den Schlüssel für den neuen Gerätewagen Logistik.

Bönningstedter Freiwillige Feuerwehr weiht neue Räume offiziell ein / Zwei Ersatzbeschaffungen im Fuhrpark

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08. November 2018, 16:00 Uhr

Auf diesen Moment hat die Bönningstedter Freiwillige Feuerwehr lang gewartet. Sehr lang. 14 Jahre, um genau zu sein. Am Dienstagabend war es dann endlich so weit: Der Anbau an die Feuerwache, der einen zusätzlichen Stellplatz sowie Räume zur Lagerung verschiedener Materialien bereit stellt, wurde offiziell eingeweiht. Darüber hinaus waren zwei Fahrzeuge des Fuhrparks zu alt geworden und gegen jüngere Modelle ausgetauscht worden. Zahlreiche Gäste, darunter auch Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehren aus den Nachbardörfern, waren für die Feier in die Wache an der Kieler Straße gekommen.

„Nach langen Diskussionen und Planungen ging der Bau dann recht schnell und reibungslos vonstatten“, sagte Wehrführer Stefan Birke während seiner Begrüßung. Nach der Grundsteinlegung am 26. Juni vergangenen Jahres sei bereits am 28. Juli Richtfest gefeiert worden. „Im März 2018 war Bauabnahme, und seit Mai können wir die Räume nutzen“, berichtete Birke. Die in Massivbau errichtete Halle und der Zwischenraum hätten eine Fläche von 170 Quadratmetern.

Während der Planungen sei klar geworden, dass auch an der bestehenden Feuerwache Veränderungen notwendig seien. „Es waren drei Baumaßnahmen: Die Halle, die komplette Erneuerung der Absauganlage und der Brandschutz im Bestandsgebäude, der den aktuellen Richtlinien entsprechen muss“, zählte Birke auf. Mit Gesamtkosten aller Maßnahmen von 450 000 Euro seien Bau und Erneuerungen im von der Gemeindevertretung festgelegten Rahmen geblieben.

Birke dankte allen Beteiligten, die an der Planung und Umsetzung mitgewirkt hatten. „Und ich danke den Kameraden für ihre Geduld“, sagte er.

Bürgermeister Rolf Lammert (CDU) erinnerte daran, dass als erste Idee für einen zusätzlichen Stellplatz ein Wellblechschuppen im Gespräch war. „Ich habe als Gemeindevertreter das alles miterlebt, und wir waren uns lange nicht einig, ob und wie gebaut werden soll“, sagte er. Dass nun so entschieden worden sei und der Anbau sich gut in die Umgebung einfüge, mache ihn froh. „Ich war mit dabei im Arbeitskreis und bedanke mich für die sehr demokratische und konstruktive Arbeit dort,“ betonte er. Die Gemeinde sei nun sicherheitstechnisch sehr gut ausgerüstet und die Kameraden der Feuerwehr gut ausgebildet. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer gesund von Ihren Einsätzen zurückkommen“, schloss er.

Als Vertreter der BWG richtete Niels Hansen Dankesworte an die Gäste. „Im dritten Anlauf hat es nun geklappt, manchmal müssen Entscheidungen eben reifen“, sagte er.

Der Landesbrandmeister Frank Homrich brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass es nun endlich mit dem Anbau geklappt habe. „Brandschutz ist Aufgabe der Gemeinde“, betonte er. Es sei daher wichtig, dass Diskussionen zwischen Gemeindevertretern und Feuerwehrleuten stets auf Augenhöhe geführt würden.

Philipp Hadler, der bei der Bönningstedter Feuerwehr für die Fahrzeuge zuständig ist, stellte die beiden neuen Fahrzeuge vor. „Unser alter Gerätewagen war 27 Jahre alt und die Ersatzbeschaffung schon für 2017 geplant“, berichtete er. Weil jedoch bis zur Fertigstellung des Anbaus kein Stellplatz für den Lkw zur Verfügung gestanden habe, sei die Anschaffung auf 2018 verschoben worden. „Der Mannschaftstransportwagen – kurz MTW – war zwar erst 13 Jahre alt, doch der Tüv-Prüfer riet uns dazu, den Wagen lieber aufzugeben und ein anderes Fahrzeug zu beschaffen“, erklärte Hadler.

Da die Anschaffung des Lkw lang geplant war und auch Mittel im Haushalt der Gemeinde dafür bereit gestellt worden waren, sei die Überlegung aufgekommen, statt eines Neufahrzeugs zwei „junge gebrauchte“ zu kaufen. „Möglich war das, weil es sich um Standard-Typen handelt, nicht um Sonderanfertigungen wie etwa Löschfahrzeuge“, erläuterte Hadler.

So wurde eine Ladebordwand beschafft, die auch seitlich be- und entladen werden kann. Lediglich der Blaulicht-Balken und die Funkausstattung mussten nachgerüstet werden. „Den MTW, der überwiegend für die Jugendarbeit genutzt werden wird, konnten wir über den ansässigen Autohändler Ford Bunge beschaffen und ausbauen lassen“, sagte Hadler. Auch der Förderverein der Feuerwehr habe Mittel zur Ausstattung beigesteuert. „Mein besonderer Dank gilt der Quickborner Verwaltung für die gute Zusammenarbeit“, schloss Hadler.

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