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Ein Äffchen im Kreishaus, ein Elefant im Schulamt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Die Heidewegschule in Appen-Etz hat vor wenigen Tagen ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei wurden einige der Exponate versteigert, die im vergangenen Dezember bei der Ausstellung „Wir sind alle gleich - und doch ist jeder anders“ in der Drostei, dem Kreiskulturzentrum, gezeigt wurden. Zwei davon – Pappmachéfiguren von Elmar, dem bunten Elefanten, und von dem Äffchen Coco – gingen dabei an den Kreis Pinneberg. Schulrat Dirk Janssen setzte sich bei der Versteigerung für den bunten Elefanten durch, dieser soll künftig die Besucher des Schulamts willkommen heißen. Das kleine Äffchen hingegen wird in Zukunft häufiger umziehen müssen, denn Landrat Oliver Stolz ersteigerte die Figur für das Kreishaus, wo Coco an immer neuen Orten zu sehen sein wird. In der vergangenen Woche wurden die beiden Figuren den Meistbietenden offiziell von zehn Schülern der Heidewegschule übergeben.

Entstanden sind die Figuren im Mai 2012. Damals besuchten 15 junge Menschen mit und ohne Behinderung aus dem russischen Selenogradsk, dem Partnerkreis des Kreises Pinneberg, eine Schülergruppe der Heidewegschule in Appen.


Grundlage: Ein Buch übers Anderssein


Die Schüler hatten sich vor ihrem Treffen bereits im Unterricht intensiv mit der Geschichte „Elmar, der buntkarierte Elefant“ des britischen Kinderbuchautors David McKee auseinandergesetzt, das ihnen als Grundlage für ihr Kunstprojekt diente. In diesem geht es um Elmar, einen jungen, buntkarierten Elefanten, der erkennt, dass es gar nicht so schlimm ist anders zu sein.

Als die Schülergruppen im Mai aufeinandertrafen, konnten sie das Motto der späteren Ausstellung „Wir sind alle gleich – und doch ist jeder anders“ selbst erfahren, berichtete Gabriele Kascha, Lehrerin an der Heidewegschule und Vorsitzende des Vereins Selenogradsk. Denn obwohl die jungen Menschen unterschiedliche Muttersprachen hätten und in verschiedenen Kulturen aufgewachsen seien, seien sie innerhalb der gemeinsamen Woche in der Lage gewesen, sich auf vielfältige Weise zu verständigen und gemeinsam an den Kunstprojekten zu arbeiten. Im Sommer 2013 wurde das Projekt mit dem Willi-Piecyk-Preis der SPD des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet, der alle zwei Jahre für Projekte vergeben, in denen eine grenzüberschreitenden europäische Zusammenarbeit stattfindet.

Die Ausstellung im Kreiskulturzentrum wurde durch eine Fotodokumentation der gemeinsamen Arbeit, Masken der Teilnehmer sowie große Batiken ergänzt. Ein besonderer Hingucker war dabei eine Erdkugel, um die herum sich fünf große Figuren an den Händen halten. Für die Köpfe hatten die Künstler ihre eigenen Gesichter als Vorlage genommen.

Während einige Exponate der Ausstellung bei der Geburtstagsfeier der Heidewegschule versteigert wurden, werden sich andere auf den Weg nach Russland machen. Denn im kommenden Jahr soll die Ausstelung der Schülergruppen in Selenogradsk zu sehen sein.

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