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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 14:04 Uhr

Frühe Hilfen : Durchblick für werdende Eltern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreis Pinneberg verteilt ab dem 1. März einen Informationsordner für Schwangere - und ist damit Vorreiter in Schleswig-Holstein.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Werdende Eltern stehen vor großen Veränderungen im Leben. Plötzlich stellen sich Fragen über Fragen. Wo finde ich eine Hebamme? Wo soll mein Kind geboren werden? Woher bekomme ich die Geburtsurkunde? Welcher Kinderarzt ist der richtige und wo bekomme ich emotionale und finanzielle Unterstützung?

Der Kreis Pinneberg hat jetzt als erster Kreis in Schleswig-Holstein die wichtigsten Anlaufstellen für werdende Eltern in einem Ordner zusammengestellt, der ab dem 1. März flächendeckend in Frauenarztpraxen im Kreis verteilt werden soll. „Der Informationsordner soll eine Hilfestellung bieten,“ so Marc Trampe, Sprecher des Kreises Pinneberg. Die Idee: Statt sich mühsam durch den Angebotsdschungel zu fragen, soll der Informationsordner des Kreises alle relevanten Infos auf einen Blick liefern.

Adressen der Schwangerenberatung, Erziehungsberatung, Frauenberatung oder heilpädagogischen Frühförderung, von Kinderärzten, Hebammen und Geburtskliniken sind aufgelistet. Checklisten zur Geburt mit Hinweisen zu Behördengängen sind darin ebenso zu finden wie Hilfsangebote der Organisationen Wellcome und Hand in Hand, die einspringen, wenn Mütter Unterstützung brauchen, sich überlastet fühlen, mehrere Kinder zu betreuen haben, noch sehr jung sind oder sich allein fühlen. Außerdem sind zahlreiche Notfall-Telefonnummern zur Hilfe bei Kindernotfällen sowie häuslicher oder sexueller Gewalt aufgelistet.

„Der Ordner soll dazu beitragen, Eltern bei Problemen gezielt und frühzeitig zu helfen. Wir haben bereits ein umfangreiches Unterstützungsangebot im Kreis Pinneberg und möchten nur, dass jede Familie die Chance hat, es zu nutzen“, betont Alexandra Kühn, Koordinatorin für Frühe Hilfen im Kreis Pinneberg. „Ich finde das Projekt gut. Frauen kommen gezielter gleich an die richtige Adresse und erfahren, was wann in einer Schwangerschaft wichtig ist“, verdeutlicht Frauenärztin Dr. Julia Takeh aus Elmshorn. Auch soll der Ordner Ärzten im Kreis Pinneberg die Weiterleitung zu Beratungsstellen erleichtern. Mit den ersten Frauenarztpraxen wurden bereits Vereinbarungen über die Verteilung getroffen. Vom 1. März an werden Dr. Takeh , Dr. Ulrike Lunau-Guhlmann aus Schenefeld und Dr. Christian Press aus Wedel den Ordner ausgeben. Kühn fügt an: „Wir hoffen, dass wir in den nächsten Monaten noch viele Gynäkologen und Hebammen aus dem Kreis Pinneberg von diesem neuen Informationskonzept überzeugen können.

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