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„Nur Dieter Bohlens Meinung zählt“ : DSDS-Kandidat Tobias Soltau spricht über Noten, Vorbilder und Lampenfieber

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

DSDS-Kandidat Tobias Soltau aus Pinneberg träumt vom Leben als „Superstar“. Im Interview spricht er über den Weg dorthin.

Pinneberg/Jamaika | Tobias, wann hast du mit dem Singen angefangen?
Tobias Soltau: Alle meine sieben Geschwister waren im Chor – mit neun Jahren war ich dann auch dabei. Meine Geschwister haben dann gemerkt, dass ich ganz gut singen kann und ich sollte mal ein Solo singen. Aber als ich das nicht wollte, haben sie mich irgendwann einfach für ein Solo angemeldet. Sie haben mich gezwungen, aber zum Glück. Denn danach habe ich nur noch Soli gesungen.

Und wann hast du das erste Mal auf einer Bühne gestanden?
Das war gemeinsam mit dem Chor. Wo das genau war, weiß ich leider nicht mehr. Ich glaube, ich war so elf Jahre alt.

Deine Geschwister sind alle sieben auch musikalisch? Liegt das in der Familie Soltau?
Wir sind wirklich alle musikalisch. Zusammen Musik machen wir aber trotzdem eher selten. Wir singen mal bei Familienfeiern ein paar Lieder – aber ansonsten ist es immer schwierig alle zusammenzukriegen.

Du bist in Pinneberg aufgewachsen. Hast du hier einen Lieblingsort?
Spontan würde ich da sagen: der Rosengarten. Der ist nämlich super zum Entspannen.

Für deine Stimme hast du schon viel Lob bekommen. Kannst du auch Instrumente spielen? Wenn ja, welche?
Meine Mutter hat mir ein paar Griffe an der Gitarre gezeigt, und ich habe mir dann selber noch welche beigebracht. Aber ich spiele sonst alles nach Gehör – auch Klavier. Ich kann gar keine Noten lesen. Deswegen sage ich auch nicht, dass ich ein Instrument spielen kann. Ich habe mir das halt so ein bisschen selbst beigebracht.

Wie läuft es bei DSDS hinter den Kulissen? Verstehst du dich mit allen anderen Kandidaten?
Mit den anderen Kandidaten komme ich eigentlich gut klar. Ich bin sowieso ein Mensch, der relativ offen gegenüber anderen ist. Ich verstehe mich mit allen gut. Mit dem einen versteht man sich natürlich besser, mit dem anderen weniger. Aber es ist niemand dabei, bei dem ich sagen würde: Den kann ich gar nicht leiden.

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„Ich kann gar keine Noten lesen.
Gitarre und Klavier spiele ich nach Gehör.“
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Sind schon richtige Freundschaften entstanden?
Ja. Allein wegen Aytug, Benni, und René hat es sich für mich schon gelohnt, bei DSDS mitgemacht zu haben.

Und wie groß ist die Konkurrenz zwischen den Kandidaten?
Bestimmt hat jeder im Kopf, gewinnen zu wollen. Aber ich glaube, gerade bei den Teamaufgaben kann man nur einen guten Auftritt machen, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt. Man kann da keinen Egotrip fahren. So was kann nur gut werden, wenn alle sich wohlfühlen und zufrieden sind.

Welchem deiner Kontrahenten rechnest du die besten Chancen zu?
Mark und ich werden ja viel miteinander verglichen. Ich finde, er hat eine megagute Stimme und ist auch vom Typ her sehr cool. Für mich ist er der größte Konkurrent.

Und wie läuft es mit der Jury?
Mir ist es immer am wichtigsten, was Dieter zu meinen Auftritten sagt. Selbst wenn die anderen sagen würden: „Das fand ich nicht so gut.“ Und Dieter sagt „es war gut“, zählt nur Dieters Meinung für mich. Er hat die größte Erfahrung und kann am Besten entscheiden, wer Talent hat und wie man sich verbessern kann.

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„Auswendiglernen ist nicht so schlimm.
Schlimmer ist die Aufregung vor den Auftritten.“
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Du hast gerade davon gesprochen, dass Dieters Meinung dir am wichtigsten ist. Unterstützt euch die Jury auch während der Proben? Und wieviel übst du vor den Auftritten?
Nein, das macht die Jury nicht. Dafür haben wir unsere Vocalcoaches. Die üben dann mit uns. Und man versucht natürlich, den Song so gut wie möglich zu lernen, denn es geht ja um alles. Das ist halt das Wichtige, dass du den Text eben drauf hast. Für mich ist das Auswendiglernen aber gar nicht so schlimm. Schlimmer ist die Aufregung vor den Auftritten. Ich finde es megaschwer, das unter Kontrolle zu kriegen. Denn wenn ich irgendwie zu unsicher bin, dann kriege ich ganz schnell Textdreher. Da habe ich noch nicht den richtigen Weg gefunden.

Das kann ich gut verstehen. Hast du denn einen Glücksbringer oder eine Tradition vor den Auftritten, gegen die Nervösität?
Nee, einen Glücksbringer hab ich gar nicht und an sowas glaube ich auch nicht. Aber mein Vocalcoach Philipp hat das mit der Aufregung jetzt bemerkt und mir einen Tipp gegeben: Ich gehe immer kurz vor dem Auftritt den Text nochmal durch. Und plötzlich ist der Text weg. Philipp sagte jetzt in etwa zu mir: Naja, du weißt doch, dass du den Text kannst und dass du das Lied kannst. Dann entspann dich doch einfach, mach die Augen zu und atme nochmal durch. Das hat mir schon sehr viel geholfen.

Hast du ein Vorbild in der Musikbranche?
Ein Vorbild, nein das könnte ich so nicht sagen. Ich finde zwar viele Künstler beeindruckend und auch cool, was sie machen. Aber es gibt niemanden, bei dem ich sagen würde: Ich will genauso sein wie der.

Und welche sind die Künstler, die du gut findest?
Das ist schwer. Zumindest musiktechnisch hat Justin Bieber alles richtig gemacht, finde ich. Und Kid Ink ist ein Rapper, den ich sehr gut finde. Ich liebe einfach die Musik, die er macht. Gleichzeitig finde ich aber auch viele deutsche Künstler gut. Ich höre selbst viel Rap-Musik. Da finde ich oft die Texte beeindruckend, zum Beispiel die von KC Rebell. Trotzdem würde ich nie sagen: Ich will so sein wie ein Justin Bieber oder ein KC Rebel oder wie sonstwer. Ich will ja vor allem etwas Eigenes sein und so sein wie ich bin. Ich orientiere mich an anderen Musikern, will aber vor allem Tobias bleiben.

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„Ich orientiere mich an anderen Musikern,
will aber vor allem Tobias bleiben.“
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Was ist dein aktueller Lieblinsgssong?
Das ist schwer, ich hab so viele. Und es wechselt relativ oft (überlegt). „Time of your Life“ von Kid Ink hör ich ziemlich oft und „Up in Flames“ von Nicki Minaj. Außerdem liebe ich französischen Rap. Ich liebe französische Lieder, eigentlich mag ich die Sprache gar nicht so gern aber ich liebe es, wenn man das singt.

Hattest du Französisch auch als Schulfach?
Ja hatte ich, aber da war ich in der Schule nie so ein Fan von (lacht). Vielleicht hätten wir da im Unterricht einfach mehr singen müssen.

Am Sonnabend performst du „Ich will nur, dass du weißt“ von SDP. War an dem Song irgendetwas besonders schwer zu proben?
Mit dem Song bin ich nicht so richtig warm geworden. Vom Ding her ist er nicht schlecht zum Hören, zum Singen fand ich ihn aber nicht so cool. Das merkt man beim Lernen. Klar muss man das trotzdem machen, man bekommt ja nicht immer die Lieder, die man sich wünscht. Es gibt aber auch Lieder, bei denen es mehr Spaß macht, sie zu lernen.

Und wenn du dir ein Lied aussuchen könntest, welches wäre das?
Mmh... Ich glaube, ich würde eines von Xavier Naidoo nehmen. Und zwar „Alles kann besser werden“.

Samstag zeigt RTL ab 20.15 Uhr die dritte Entscheidung des Auslandsrecalls von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) auf Jamaika. Die verbliebenen  26 Kandidaten sollen in dieser Woche ihre Hüften kreisen lassen und eine passende Performance zum Song präsentieren. Dieses Mal steht unter anderem ein  Besuch bei Jamaikas großem  Radiosender IRIE FM an, wo vier der Kandidaten Werbung für ihren nächsten Auftritt machen. Denn in elf Gruppen treten sie auf einem Marktplatz an, inmitten von schaulustigen Einwohnern. Wer wird die Jury aus Vanessa Mai, Michelle, H.P. Baxxter und Dieter Bohlen begeistern? Tobias Soltau tritt mit Mark Hoffmann (19) aus Norderstedt und Benjamin Ondera (38) aus Singen auf. Ihr Song: „Ich will nur, dass du weißt“ von SDP feat. Adel Tawil. Party, Cocktails und Mädels lenken die Jungs allerdings vom Proben ab. Wird sich die Gruppe zusammenreißen und die Jury überzeugen können?
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erstellt am 18.Mär.2016 | 16:00 Uhr

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