Ellerbek : Druckmaschine aus Legosteinen

Wie in einer echten Druckerei hat der Schüler das Papier auf eine Rolle gewickelt, so dass es eingezogen werden kann.
Wie in einer echten Druckerei hat der Schüler das Papier auf eine Rolle gewickelt, so dass es eingezogen werden kann.

Niklas Sewing baut Modell nach Verlagsbesuch aus Erinnerung nach.

shz.de von
16. Mai 2015, 16:00 Uhr

Ellerbek | Mit Hilfe einer Rolle kann Papier eingezogen werden. Zur Beschriftung der Seite fehlt dann nur noch ein Stift und schon kann die Zeitung gedruckt und zugeschnitten werden. Danach nur noch über ein Laufband befördern und Fehldrucke oder knitternde Seiten aussortieren und die Pakete werden per Hand zugeschnürt.

Was wie ein Vorgang in einer Druckerei klingt, ist jedoch die Beschreibung des Nachbaus einer Druckmaschine. Und der Erbauer aus Ellerbek ist gerade einmal zehn Jahre alt. Das Baumaterial: hunderte kleine Legosteine. Nach einem Besuch in der Druckerei des A. Beig-Verlags im Zuge des Zisch-Projekts mit der Schulklasse stand für Niklas Sewing fest, dass er die Maschine nachbauen will.

„Er kam nach Hause und es sprudelte nur so aus ihm heraus. Er war vollkommen begeistert und fing direkt an zu bauen“, sagt seine Mutter Yvonne Sewing. Und bei dem Bau des Modells hat er an alles gedacht. Sogar das Logo des Verlags hat er selbst gebastelt. „Ich habe das aus meiner Erinnerung heraus gebaut. Das habe ich schon einige Male so gemacht“, sagt Niklas. Besonders gut könne er sich noch an den Lärm der Maschinen erinnern. Ein wenig Hilfe bekam er dieses Mal von seinem kleinen Bruder Louis. „Aber den Hauptteil hat er alleine gemacht“, betont die Mutter. Nur drei Tage später war er mit seinem Modell fertig. „Dann habe ich es am Freitag mit in die Schule genommen um es den anderen zu zeigen. Die haben mir alle nicht geglaubt, dass ich das schaffen würde“, sagt Niklas sichtlich stolz. Auch die Lehrerin sei sehr überrascht und begeistert gewesen.

Doch der zehnjährige Grundschüler der Ellerbeker Schule baut nicht nur Maschinen nach. „Ich habe mit einem Häcksler angefangen. Jetzt baue ich auch sehr gerne Boote und Schiffe nach“, sagt Niklas. Baukästen mit Anleitungen waren ihm schon immer zu langweilig. „Anfangs haben wir ihm die geschenkt, doch er hat nie das gebaut, was auf der Anleitung stand. Fertige Häuser hat er einfach auseinander gebaut und daraus etwas anderes gemacht. Er war schon immer sehr kreativ“, sagt seine Oma Gudrun Hintze. Dabei seien die verrücktesten Projekte entstanden.

Bereits seit vier Jahren verfolgt er sein Hobby und werkelt jeden Nachmittag an weiteren Modellen. Ob er später Architekt oder Ingenieur werden möchte, weiß er noch nicht. Aber eines ist Niklas jetzt schon klar: „Lange wird das Modell nicht stehen. Bald baue ich etwas ganz Neues und brauche die Steine.“

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