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Wo garantiert alles druckreif ist : Drostei zeigt Arbeiten von Holzschnitt-Künstlern aus ganz Deutschland

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Drostei zeigt ab morgen etwa 100 Arbeiten von Holzschnitt-Künstlern aus ganz Deutschland. Ausstellung läuft bis Anfang April.

Pinneberg | Verstaubt, altbacken, antiquiert. Dem Holzschnitt als Kunstform haften einige Attribute an, die ihm nicht unbedingt zum Vorteil gereichen. Doch auch heutzutage erfreut sich die jahrhundertealte Drucktechnik durchaus einiger Beliebtheit. Knapp 100 Arbeiten der profiliertesten Holzschnitt-Künstler aus ganz Deutschland sind ab morgen in der Pinneberger Drostei, Dingstätte 23, zu sehen.

Bei „Druckreif“, so der Name der Schau in dem Kreiskulturzentrum, handelt es sich um eine Wanderausstellung, die die deutsche Sektion der Internationalen Vereinigung der Holzschneider („Xylon“) ins Leben gerufen hat. Abgesehen von Holzschnitten ist auch eine Vielzahl anderer Arbeiten zu sehen, die im Hochdruck, dem weltweit ältesten Druckverfahren, hergestellt wurden – darunter Linolschnitte, Acrylstiche und Styropordrucke. Bislang waren die Werke von 57 Künstlern, von denen keines älter als zwei Jahre ist, im baden-württembergischen Reutlingen zu sehen. Die Wände in der Drostei sollen sie insgesamt fünf Wochen lang zieren. „Würden sie länger als sieben Wochen am Stück hängen, müssten die Räume abgedunkelt werden. Denn die Grafiken sind sehr empfindlich und werden vom Sonnenlicht ausgebleicht“, sagt Kunsthistorikerin Melanie Ucke, die die Schau fachwissenschaftlich begleitet. Dass der Begriff „holzschnittartig“ im Sprachgebrauch heutzutage eine Vereinfachung ausdrücke, spiegle den Arbeitsaufwand der Künstler nicht angemessen wider. Stattdessen müsse eine Vielzahl von Arbeitsschritten mit großer Perfektion ausgeführt werden – Raum für Fehler sei kaum vorhanden.

Die Vernissage zur Ausstellung beginnt morgen Abend um 19 Uhr. Die Einführung wird Kunsthistorikerin Ucke halten, die im Anschluss auch für Fragen zur Verfügung steht. Letztmals können die Arbeiten, die anschließend weiter nach Speyer in Rheinland-Pfalz wandern, am Sonntag, 3. April, besichtigt werden. Laut Stefanie Fricke, der künstlerischen Leiterin der Drostei, soll es um die Osterzeit herum eine Führung durch die Ausstellung mit Ucke geben – der Termin stehe aber noch nicht fest. Anmeldungen dafür sind in der Drostei unter Telefon 04101-21030 oder per E-Mail an info@drostei.de möglich. Die Ausstellung ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt drei Euro beziehungsweise 1,50  Euro für Ermäßigungsberechtigte.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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