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Neue Studie : Droht im Kreis Pinneberg eine Pleitewelle?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fast zehn Prozent der Pinneberger Unternehmen sind laut der Wirtschaftsauskunftei Bürgel aus Hamburg insolvenzgefährdet.

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 09:41 Uhr

Kreis Pinneberg | Fast jede zehnte Firma in Pinneberg ist insolvenzgefährdet. Das geht aus einer aktuellen Studie der Wirtschaftsauskunftei Bürgel aus Hamburg hervor. Von 1393 Unternehmen in der Kreisstadt, die von den Wirtschaftsexperten ausgewertet wurden, hätten 135 finanzielle Probleme. Das entspreche einem Anteil von 9,7 Prozent.

Auch in anderen Städten des Kreises sieht es nicht viel besser aus. In Elmshorn drohen bei 8,4 Prozent der Unternehmen Zahlungsausfälle – 144 von 1707 untersuchten Betrieben. In Wedel hat Bürgel Daten von 1176 Firmen untersucht und bescheinigte 83 von ihnen, insolvenzgefährdet zu sein, was einem Anteil von 7,1 Prozent entspricht. Am solidesten scheinen die Unternehmen in Ahrensburg zu wirtschaften. Laut Bürgel-Analyse haben dort gerade einmal 5,9 Prozent der untersuchten Firmen Zahlungsschwierigkeiten. Eine Spitzenstellung nimmt Neumünster ein. Dort sind laut Prüfer 11 Prozent der analysierten Unternehmen in finanziellen  Schwierigkeiten.

„Trotz der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen stieg die Zahl der Firmen mit einem hohen Zahlungsausfallrisiko“, sagt Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin zu der aktuellen Entwicklung. Laut der Studie der Wirtschaftsauskunftei, in der zirka 3,3 Millionen Unternehmen hinsichtlich ihrer Finanzlage analysiert worden sind, stieg die Zahl insolvenzgefährdeter Unternehmen im November –  im Vergleich zum Februar dieses Jahres – um 2,3 Prozent. Insgesamt haben 292750 (8,8 Prozent) der Unternehmen erhebliche Zahlungsschwierigkeiten und bergen das Risiko, eventuell eine Insolvenz anmelden zu müssen.

In 14 Bundesländern hat sich laut Bürgel die Zahl insolvenzgefährdeter Unternehmen erhöht. Den stärksten Anstieg habe es im November im Vergleich zum Februar im Saarland gegeben. Dort sei die Zahl der Firmen, die von einem Zahlungsausfall bedroht sind, um 6,7 Prozent gestiegen. Es folgen laut Studie Bremen (plus 4,4 Prozent), Sachsen (plus 4,0 Prozent) und Rheinland-Pfalz (plus 3,5 Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern (minus 2,6 Prozent) und Thüringen (minus 0,9 Prozent) sei die Zahl der Unternehmen mit einer erhöhten Insolvenzwahrscheinlichkeit gesunken.

Am stärksten von möglichen Zahlungsausfällen betroffen sind laut Bürgel Unternehmen aus dem Gastgewerbe (Insolvenzrisiko liegt bei 14,4 Prozent) und aus der Logistik (12,7 Prozent). Das geringste Risiko von Zahlungsausfällen haben Unternehmen aus dem Energiesektor.

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