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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 17:32 Uhr

Hasloh : DRK wirbt um Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Ortsverein kämpft gegen eine drohende Überalterung.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 12:30 Uhr

Hasloh | Sie spricht offen aus, wovor viele Vereine noch die Augen verschließen: „Dem Hasloher DRK-Ortsverein droht eine Überalterung der Mitglieder“, sagt die Vorsitzende Karin Miede. Fast alle aktiven Mitglieder seien bereits älter als siebzig Jahre, jüngerer Nachwuchs nicht in Sicht. „Wenn es so weitergeht, wird es diesen Ortsverein in wenigen Jahren nicht mehr geben“, befürchtet die Vorsitzende.

Einen Versuch, dem Trend entgegenzusteuern, startete Miede im September. „Mit Hilfe von Mitgliedern des Kreis-DRKs begannen wir mit einer Haustür-Aktion, die inzwischen fast abgeschlossen ist“, berichtet Miede. Immerhin habe der Verein so 15 Unterstützer werben können. „Aber auch diese passiven Mitglieder sind zum größten Teil schon älter – für den aktiven Dienst konnten wir niemanden gewinnen“, so ihr Fazit.

Miede selbst engagiert sich seit fünf Jahren aktiv im Ehrenamt. „Früher habe ich mich auch weniger mit derartigen Aktivitäten beschäftigt“, gibt sie zu. Doch nachdem ein Bekannter sie ansprach, beschloss sie, beim DRK mitzumachen. „Wir organisieren dreimal im Jahr die Blutspendeaktion in Hasloh“, berichtet sie. Insbesondere das Büfett werde jedes Mal frisch zubereitet – ganz gleich, ob Suppe, belegte Brote oder Salate serviert werden.

„Auch die Anzahl der Spender hat leider abgenommen – früher waren es immer plus minus 50 Personen, jetzt sind es weniger als 40 Spender“, bedauert Miede. Eine Abwärtsspirale, die sie gern durch mehr Aufklärung durchbrechen würde: „Vor der Blutspende muss niemand Angst haben“, versichert sie.

Zurzeit sind noch eine Turngruppe und ein Gedächtnistrainings-Team im Ortsverein aktiv. „Uns fehlen einfach jüngere Menschen, die Spaß daran haben, etwas auf die Beine zu stellen“, wirbt Miede um neue Mitglieder. In maximal fünf Jaren wird auch sie sich zurückziehen: „Ich bin jetzt auch schon 75 Jahre alt. Mit 80 ist Schluss“, kündigt sie an.

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