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Das Sonntagsgespräch : DRK: „Wir brauchen mehr aktive Helfer“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heute im Interview : Waltraud Hörmann. Sie ist Vorsitzende des DRK in Appen.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2017 | 15:00 Uhr

Appen | Waltraud Hörmann wurde vor kurzem zur neuen Vorsitzenden des Appener Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gewählt. Im Sonntagsgespräch erläutert sie, welche Ziele sie hat und warum der DRK-Ortsverein für Appen so wichtig ist.

Wie sind Sie zum DRK gekommen?
Ich war lange Zeit hauptamtliche DRK-Mitarbeiterin und habe dort bemerkt, wie wertvoll die ehrenamtliche Arbeit ist. Als ich später als Leiterin des Dana-Seniorenheims in Appen freiwillige Helfer brauchte, kam ich wieder mit dem DRK in Berührung. Dessen Unterstützung half mir, in Appen wirklich anzukommen. Dabei entstand eine so enge Bindung, dass ich versprach, mich ehrenamtlich beim DRK zu engagieren, wenn ich in Rente gehe. Dieses Versprechen löse ich nun ein.

Was war Ihre Motivation, gleich den Vorsitz zu übernehmen?
Wenn ich mich irgendwo aktiv einbringe, will ich etwas erreichen und verändern. Es reicht mir nicht aus, einfach nur dabei zu sein. Ich möchte Entscheidungen mit treffen und verantworten.

Was zeichnet den Ortsverein in Appen aus?
Er ist zwar nicht so groß wie manch anderer Ortsverein. Man trifft aber ganz schnell Menschen, die sympathisch sind und offen auf einen zugehen. Der Zusammenhalt ist groß. Die Stimmung unter den aktiven Helfern/innen ist enorm gut. Dieses wird auch nach außen getragen. Deshalb ist die Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren sogar leicht angestiegen. Derzeit haben wir etwa 120 Mitglieder im Appener Ortsverein.

Gibt es Probleme, mit denen das Appener DRK zu kämpfen hat?
Wir haben zu wenig aktive Helfer. Zusätzliche Unterstützung würde uns enorm weiterhelfen. Wenn wir unser Angebot erhalten wollen, brauchen wir dringend Verstärkung.

Welche Ziele haben Sie?
Ich will das Jugendrotkreuz stärker in den Fokus rücken und dessen Aktivitäten ausbauen. Von besonderer Bedeutung ist zudem, aktive Helfer zu gewinnen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir unsere tolle Gemeinschaft weiter sorgfältig pflegen. Die macht uns für neue Mitglieder attraktiv. Auch die enge Verbindung zu den Dana-Senioreneinrichtungen soll bestehen bleiben. So unterstützt beispielsweise das Dana-Seniorenheim den DRK-Ortsverein beim Einkauf von Lebensmitteln für die diversen Veranstaltungen.

Warum lohnt es sich, sich im DRK zu engagieren?
Das Rote Kreuz ist nicht umsonst eine international anerkannte Hilfsorganisation. Wer nach Wegen sucht, vor Ort anderen zu helfen, ist beim DRK genau richtig. Blutspendeaktionen, Altkleidersammlungen, Seniorenveranstaltungen, Flüchtlingshilfe - in Appen gibt es viele Möglichkeiten, durch die Arbeit beim Roten Kreuz Menschen zu unterstützen, die auf Hilfe angewiesen sind. Auch die Mitgliedsbeiträge werden größtenteils direkt vor Ort verwendet.

Warum ist das DRK für Appen so wichtig?
Es erfüllt gerade in der Seniorenarbeit, aber auch in vielen anderen Bereichen, Aufgaben, die sonst schlimmstenfalls unter den Tisch fallen würden. Für einen Ort wie Appen ist das DRK aufgrund dieser Arbeit unverzichtbar. So etwas könnte eine hauptamtliche Kraft gar nicht leisten. Zumal die nicht wie das DRK auch an den Wochenenden zur Verfügung stehen würde. Ich will durch meinen Einsatz auch dazu beitragen, dass es den Senioren vor Ort gut geht.

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