Pinneberg : DRK-Heim: Stadt kassiert Schlappe

Zumindest vor dem DRK-Heim bewegt sich etwas: Die Krokusse sprießen. Das Gebäude am Rehmen steht hingegen seit dem Jahr 2012 leer. Nun entscheiden die Richter, ob die Stadt für das Grundstück mit dem maroden Bau viel Geld berappen muss.
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Zumindest vor dem DRK-Heim bewegt sich etwas: Die Krokusse sprießen. Das Gebäude am Rehmen steht hingegen seit dem Jahr 2012 leer. Nun entscheiden die Richter, ob die Stadt für das Grundstück mit dem maroden Bau viel Geld berappen muss.

Das Landgericht Itzehoe verurteilt die Kommune zur Zahlung von 1,25 Millionen Euro. Bauamtschef Klaus Stieghorst ist überrascht: „Wir waren fest von einem anderen Ausgang des Verfahrens überzeugt.“

shz.de von
24. März 2016, 10:00 Uhr

Pinneberg | Im Streit um das DRK-Heim-Grundstück an der Straße Am Rehmen hat die Stadt Pinneberg eine Niederlage einstecken müssen. Sie bekommt das Areal zwar zurück, muss dafür aber 1,25 Millionen Euro an das Deutsche Rote Kreuz zahlen. Das hat das Landgericht in Itzehoe am Donnerstag entscheiden.

Die Verwaltung hatte das 5000 Quadratmeter große Grundstück, das dem DRK in den 1960er Jahren unentgeltlich für Bau und Betrieb eines Seniorenheims überlassen wurde, kostenlos zurückverlangt. Mit dem maroden Gebäude ließen sich keine Erträge mehr erwirtschaften. So hatte es der Bericht eines von der Stadt beauftragten Sachverständigen ergeben. Die Richter sahen das jedoch anders. Wichtiger als dieser sogenannte Ertragswert sei der Sachwert der Immobilie selbst – der Verband müsse für das Gebäude deshalb angemessen entschädigt werden.

Bauamtschef Klaus Stieghorst zeigte sich von dem Richterentscheid überrascht. „Wir waren fest von einem anderen Ausgang des Verfahrens überzeugt“, sagte er. Den Gang in die nächsthöhere Instanz, an das Oberlandesgericht, wolle man nun prüfen. DRK-Kreischef Reinhold Kinle freute sich hingegen. „Das Gericht hat uns in unserer Rechtsauffassung bestärkt“, sagte er.

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