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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 03:50 Uhr

Pinneberg : DRK-Heim: Stadt kassiert Schlappe

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Landgericht Itzehoe verurteilt die Kommune zur Zahlung von 1,25 Millionen Euro. Bauamtschef Klaus Stieghorst ist überrascht: „Wir waren fest von einem anderen Ausgang des Verfahrens überzeugt.“

shz.de von
erstellt am 24.Mär.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Im Streit um das DRK-Heim-Grundstück an der Straße Am Rehmen hat die Stadt Pinneberg eine Niederlage einstecken müssen. Sie bekommt das Areal zwar zurück, muss dafür aber 1,25 Millionen Euro an das Deutsche Rote Kreuz zahlen. Das hat das Landgericht in Itzehoe am Donnerstag entscheiden.

Die Verwaltung hatte das 5000 Quadratmeter große Grundstück, das dem DRK in den 1960er Jahren unentgeltlich für Bau und Betrieb eines Seniorenheims überlassen wurde, kostenlos zurückverlangt. Mit dem maroden Gebäude ließen sich keine Erträge mehr erwirtschaften. So hatte es der Bericht eines von der Stadt beauftragten Sachverständigen ergeben. Die Richter sahen das jedoch anders. Wichtiger als dieser sogenannte Ertragswert sei der Sachwert der Immobilie selbst – der Verband müsse für das Gebäude deshalb angemessen entschädigt werden.

Bauamtschef Klaus Stieghorst zeigte sich von dem Richterentscheid überrascht. „Wir waren fest von einem anderen Ausgang des Verfahrens überzeugt“, sagte er. Den Gang in die nächsthöhere Instanz, an das Oberlandesgericht, wolle man nun prüfen. DRK-Kreischef Reinhold Kinle freute sich hingegen. „Das Gericht hat uns in unserer Rechtsauffassung bestärkt“, sagte er.

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