Drittklässler lernen Tischmanieren

Die Speisen sind perfekt dekoriert: Die Klasse 3  d mit Lehrerin Vivien Collin (rechts) verwöhnte gestern ihre Gäste der 1  d. Ernährungsberaterin Ursula Bolllig (links) gab die Tipps.
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Die Speisen sind perfekt dekoriert: Die Klasse 3 d mit Lehrerin Vivien Collin (rechts) verwöhnte gestern ihre Gäste der 1 d. Ernährungsberaterin Ursula Bolllig (links) gab die Tipps.

Ernährungsführerschein Bürgerstiftung Bruno Helms unterstützt Projekt an Halstenbeker Schule an der Bek

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17. Mai 2017, 16:00 Uhr

Gemüse schnippeln, Brote schmieren, Speisen fein dekorieren, Tisch decken und perfekte Tischmanieren im Sinne von Adolph Knigge (1752-1796) meistern: Gestern Morgen herrschte geschäftige Betriebsamkeit im Klassenraum der 3  b an der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek. Die Prüfung zum Ernährungsführerschein stand auf dem Stundenplan. Eins sei vorab verraten: Alle 24 Nachwuchsköche von Klassenlehrerin Vivien Collin haben das Examen – geleitet von Ernährungsberaterin Ursula Bollig – bestanden.

Die Kochmützen mit Namenszug saßen perfekt auf den Häuptern, die Kochschürzen sorgten für ein semi-professionelles Outfit. Mussten sie auch: Die zu verwöhnenden Gäste – das waren im Klassenraum im ersten Obergeschoss 25 Kinder der Klasse 1  d – sollten schließlich mächtig beeindruckt werden.

Das gelang auf ganzer Linie. Genussvoll wurden die kunterbunten Gemüsesticks „verschlungen“ – äh, mit Stil genossen –, jeder Erstklässler wurde dabei von seinem Paten persönlich umsorgt.

Für Beate Büchner, Vorsitzende der Halstenbeker Bürgerstiftung Bruno Helms, und Helmut Ruch (Vorstand) war das Prüfungsergebnis mit Büfett eine Genugtuung: „An vielen Schulen, nicht nur in Halstenbek, bietet die Stiftung dieses Projekt an.“ Das lässt sich die Einrichtung jeweils etwa 1200 Euro kosten. „Das Geld wird in Lebens- und Lehrmittel, Kochkleidung und Dozentin investiert“, zählt Büchner die Details auf. Gut angelegtes Geld, da ist sie sich sicher.

Alle 100 Schüler der vier dritten Klassen kamen in den zurückliegenden Wochen in den Genuss der bewusstseinserweiternden Fortbildung. Viermal à zwei Unterrichtsstunden sorgte Beraterin Bollig dafür, dass die Kleinkinder ein anderes Ernährungs- und Verhaltensbewusstsein entwickelten.

Schulleiter Alexander Grote unterstützt die Aktion mit großem Engagement: „Es werden Eigenverantwortung, Selbstorganisation und Verbindlichkeit vermittelt.“ Eben Lernen für das Leben.

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