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Bürgermeisterwahl in Halstenbek : Dritter Kandidat für den Rathausjob

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hein Gottfried Fischer fordert Sajitz und von Rüden heraus. Halstenbeks Büroleiter kündigt weitere Bewerber an.

von
erstellt am 14.Jun.2016 | 12:10 Uhr

Halstenbek | Kirsten Sajitz (CDU) aus Halstenbek und Claudius von Rüden (SPD) aus Hamburg bekommen Konkurrenz: Die Kandidaten für die Halstenbeker Bürgermeisterwahl am Sonntag, 11. September, werden sich voraussichtlich mit Hein Gottfried Fischer aus Gangelt bei Aachen messen müssen.

Bei Büroleiter Uwe Grünefeldt liegen dessen Bewerberunterschriften vor. Nicht vollständig – bislang 134 von notwendigen 135. Aber die letzte Fehlende will das 72-jährige Mitglied der Grünen, der nicht von einer Partei empfohlen wird, nachreichen. Bis zur Bewerbungsfrist am Sonnabend, 25. Juli, bleibt ihm dazu noch Zeit.

Zollbeamter, Sozialpädagoge, Experte für Arbeits- und Sozialrecht und Seminarleiter für Entspannungspädagogik – Fischer hat nach eigenen Angaben eine breit gefächerte Job- und Lebenserfahrung zu bieten. Auch das komplizierte Terrain Bürgermeisteramt sei ihm nicht fremd: „Zweimal habe ich mich als Kandidat auf einen Rathauschefposten in den Orten Gangelt und Selfkant beworben“, sagt Fischer. Erfolglos.

Claudius von Rüden (39).
Claudius von Rüden (39). Foto: PT
 

Warum reizt einen 72-Jährigen der Job in Halstenbek, der am 1. Februar 2017 im Rathaus an der Gustavstraße nach dem Rückzug der amtierenden Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann (parteilos) frei wird? „In Nordrhein-Westfalen sind die Bürgermeister kleine Bundeskanzler. In Schleswig-Holstein übernehmen sie eher die Rolle eines Bundespräsidenten. Sie repräsentieren. Das kann ich. Das will ich“, sagte gestern Fischer im Gespräch mit dieser Zeitung. Und: Er wolle als Bürgermeister auf die Gesetze achten.

Kirsten Sajitz (39).
Kirsten Sajitz (39). Foto: pt

Fischer zieht es in den Norden. „Meine Mutter war Lehrerin in Hamburg. Da sind viele Erinnerungen“, so Fischer. In den nächsten Tagen wolle er wiederkommen in die Baumschulengemeinde, um die restliche Unterstützerunterschrift einzusammeln.

In Halstenbek laufen die Vorbereitungen auf die Wahl derweil auf Hochtouren. Der nächste Schritt soll während der Sitzung des Hauptausschusses am Montag, 20. Juni, im Sitzungssaal des Rathauses in die Wege geleitet werden. Die Mitglieder wollen beschließen, dass sich die Bewerber in einer Vorstellungsrunde am Mittwoch, 31. August, in der Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasium am Bickbargen sowie am Donnerstag, 1. September, in der Schule an der Bek in der Hartkirchener Chaussee 8  a der Öffentlichkeit vorstellen sollen.

Die Verwaltung betont, dass entgegen der bisherigen Praxis bei der Wahl von Bürgermeistern in Schleswig-Holstein die derzeitige Gemeindeordnung die Gemeinden nicht mehr verpflichtet, mindestens eine öffentliche Vorstellung der Kandidaten vorzusehen. „Unabhängig hiervon sieht die Verwaltung sehr wohl ein öffentliches Interesse an so einer Veranstaltung“, heißt es aus dem Rathaus.

Für eine oder beide Vorstellungsrunden konnte wieder Pastor Norbert Dierks als Moderator gewonnen werden. Die Kosten für das Drucken und Aufstellen der Plakate liegen bei etwa 300 Euro. Übrigens: Das Podium dürfte sich noch füllen. Laut Grünefeldt liegen noch Absichtserklärungen von vier weiteren, männlichen Bewerbern vor.

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