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Reichenbergerstrasse in Pinneberg : Dritter Brand innerhalb weniger Wochen - die Bewohner haben Angst

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ist ein Feuerteufel an der Reichenbergerstraße in Pinneberg Nord unterwegs? Jetzt ermittelt die Kripo.

Pinneberg | Dramatische Szenen gestern Nachmittag vor dem Haus Reichenberger Straße 3 in Pinneberg: Feuerwehrmänner unter Atemschutz dringen in den Kellerverschlag eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses vor, um ein Feuer zu löschen. Rauchgas wabert durch das Treppenhaus, die Bewohner müssen in ihren Wohnungen ausharren.

Bemerkt hatte den Brand laut Feuerwehr eine Mieterin, als sie das bereits komplett verqualmte Treppenhaus betreten wollte. Um 16.22 Uhr erreichte die Einsatzkräfte der Notruf, 15 Minuten später löste Wehrführer Claus Köster Vollalarm aus. 40 Kameraden waren mit sechs Fahrzeugen vor Ort.

Die Flammen waren laut Köster rasch unter Kontrolle, der beißende Rauch wurde mit Hochdrucklüftern aus dem Treppenhaus gepustet. Mehrere Personen wurden anschließend vom Rettungsdienstpersonal vorsichtshalber untersucht. „Verletzt hat sich aber keiner“, so Köster. Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten etwa 90 Minuten.

In den Gesichtern der Anwohner stand pures Entsetzen: „Wer macht so etwas?“, entrüstete sich eine Bewohnerin. „Wer legt das Feuer und bringt uns alle in Gefahr?“ Nach Informationen unserer Zeitung dürfte der Brand vorsätzlich gelegt worden sein. Der Brandsatz soll durch einen Schlitz in einen Kellerraum geworfen worden sein, der verschlossen war.

Die Reichenberger Straße: keine unbekannte Adresse für die Feuerwehr. Erst am 28. Februar brannte es im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Siedlung – 25 Einsatzkräfte löschten den Brand rasch. Die Bewohner hatten sich auf ihre Balkone geflüchtet.

Gravierender war der Einsatz in demselben Block am 13. Dezember. Dort war seinerzeit ein Verschlag, in dem Möbel und Fahrräder gelagert waren, in Brand geraten, der Rauch zog durch das Treppenhaus bis unter das Dach des vierten Obergeschosses. Die Feuerwehr schaffte es damals zwar, das Feuer zügig unter Kontrolle zu bringen. Das Abziehen der Rauchgase gestaltete sich allerdings deutlich schwieriger – drei Bewohner klagten über Atemwegsreizungen und wurden vor Ort versorgt, zwei Kinder zur Begutachtung ins Krankenhaus gebracht.

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erstellt am 05.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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