Dreiste Diebe stehlen zwei Ziegen

Die Ziegen von Niclas Klünder (27) sind handzahm, zwei seiner Tiere ist das wohl zum Verhängnis geworden.
Die Ziegen von Niclas Klünder (27) sind handzahm, zwei seiner Tiere ist das wohl zum Verhängnis geworden.

Die Tiere des Borstel-Hohenradeners Niclas Klünder (27) sind über Nacht verschwunden / Polizei hat bisher keine Hinweise

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25. März 2014, 16:00 Uhr

„Wer macht so was nur?“, fragt Niclas Klünder. Dem 27-Jährigen sind zwei einjährige Ziegen gestohlen worden. Am Mittwoch, 12. März, nutzte der Borstel-Hohenradener die milden Temperaturen und die ersten Sonnenstrahlen, um seine 15 Ziegen und sechs Schafe aus dem Winterquartier auf eine 1,5 Hektar große Koppel direkt an der Quickborner Straße zu führen. Dort sollten die Tiere die nächsten Monate verbringen. Abends um 20 Uhr hatte der selbstständige Zimmerermeister noch gefüttert. Am nächsten Morgen um 6.30 Uhr fehlte auf der Weide am Ortsausgang der Gemeinde jede Spur von zwei Tieren.

„Niemand hat was mitbekommen, nicht mal unsere Hündin Tara hat angeschlagen“, berichtet Klünder. Der Handwerker brachte den Vorfall zur Anzeige. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahl, hat aber bisher keine Spur, berichtet Polizeisprecherin Sandra Mohr. Da die Täter unerkannt blieben, konnte Klünder auch keine Personenbeschreibung liefern. „Das kommt immer mal vor“, so Mohr. „Doch von vermehrten Fällen kann derzeit nicht geprochen werden.“ Auch wenn Anfang Januar ebenfalls in Borstel-Hohenraden ebenfalls an der Quickborner Straße ein Schaf von Jens Dwinger in einem Knick geschlachtet wurde. Dem Tier wurde das Fleisch entnommen, berichtet Dwinger, der Rest einfach liegen gelassen. Laut dem Geschädigten sind die Ermittlungen sechs Wochen später ohne Ergebnis eingestellt worden.

Für die Tiere von Klünder hat sich seit dem Vorfall vor zwei Wochen einiges verändert. Die ersehnte Freiheit der großen Koppel mussten die Ziegen und Schafe wieder gegen ihren Stall mit kleinem Auslauf eintauschen. „Aus Vorsicht habe ich sie erstmal wieder reingeholt“, sagt Klünder. Die Tiere seien sehr zahm und an Menschen gewöhnt, somit sei es nicht schwierig die Tiere einzufangen. „Eine der beiden habe ich sogar mit der Flasche großgezogen“, berichtet die Mutter des Hobby-Tierhalters, Brigitta (55).

Ausgebüxt sind die zwei Ziegen wohl nicht: „Das sind Herdentiere, die verschwinden nicht einfach“, so Niclas Klünder. Zudem sei der Zaun intakt und kein Schlupfloch im Boden. Seine Hoffnung sei, dass „die Tiere noch nicht in die Wurst gegangen sind, sondern sich irgendwer die Ziegen in den Garten gestellt hat.“

Dem Tierhobby geht Klünder seit elf Jahren nach. Begonnen hat es mit dem Schaf „Horst“ – ein Wettgewinn. Ab und an verkauft er auch Ziegen, gestohlen wurden ihm bisher keine. „Einfach bedienen, das geht doch nicht“, so Klünder.

„Die Zahl solcher Fälle ist nicht hoch“, berichtet Mohr. Doch wer verdächtige Personen oder Vorkommnisse beobachte, solle immer die Polizei rufen. „Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig“, so Mohr. Klünder hofft zudem, dass sich vielleicht doch noch Zeugen finden. Die zuständige Polizeiwache Kummerfeld ist für Hinweise unter der Telefonnummer (0 41 01) 7 10 43 zu erreichen.

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