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Kahlschlag im Kreis Pinneberg : Drei Polizeistationen vor dem Aus

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die neue Organisationsstruktur der Polizei hat Auswirkungen auf den Kreis Pinneberg: Die Dienststellen in Haseldorf, Holm und Moorrege sollen geschlossen werden. Dafür bleibt die Station in Brande-Hörnerkirchen erhalten.

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erstellt am 02.Dez.2013 | 06:00 Uhr

15 Polizeistationen gibt es im Kreis Pinneberg, doch im kommenden Jahr werden es wohl nur noch zwölf sein. Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt der Chef des Wedeler Polizeireviers, Torsten Schmidt, dass es nach den Planungen der zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg die Dienststellen in Haseldorf, Holm und Moorrege treffen wird. Unterdessen kommt aus dem äußersten Norden des Kreises eine positive Nachricht: Die Wache in Brande-Hörnerkirchen soll erhalten bleiben.

Die Polizeidirektion hatte vor kurzem alle Bürgermeister aus den betroffenen Standorten eingeladen, um sie über ihre Planungen zu informieren. Was für die Bad Segeberger Führungskräfte schon fest steht, muss allerdings noch vom Innenministerium in Kiel abgesegnet werden. „Wir gehen aber davon aus, dass dieser Antrag bewilligt wird“, sagt die Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier (CDU). Die Hetlingerin sieht dennoch positiv in die Zukunft: „Ich finde gut, dass die Personalstärke trotzdem erhalten bleibt“, sagt die Vorsitzende des Innen- und Rechtsausschusses des Landtags. Die bisherige Beamten-Zahl soll auch in der neuen Organisationsstruktur erhalten bleiben.

In Moorrege gibt es derzeit fünf Stellen, in Haseldorf und Holm jeweils eine – zumindest theoretisch: Aufgrund der unklaren Situation in Moorrege arbeiten dort nur noch zwei Beamte. Die anderen haben die Dienststelle bereits verlassen. „Außerdem soll es in den Gemeinden Ansprechpartner für die Bürger geben“, sagt Ostmeier. Konkret geht es um Überlegungen, ähnlich wie in Heidgraben, Polizei-Sprechstunden für die Bürger anzubieten. Die Planungen für die betroffenen Standorte in Marsch und Geest ist für die Region „sehr unglücklich“, sagt Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU). „Wir Bürgermeister haben lange dafür gekämpft, dass die Stationen erhalten bleiben.“

Endgültig geschlossen ist schon seit diesem Jahr die Appener Zwei-Mann-Station. Die Menschen werden vom Polizeirevier Pinneberg aus betreut.

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