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Pinneberg und Tornesch : Drei Menschen bei Feuern verletzt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Retter des Kreises Pinneberg sind am Wochenende im Dauereinsatz. Sie löschen je zwei Brände in Pinneberg und Tornesch.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 10:08 Uhr

Pinneberg/Tornesch | Zwei Großeinsätze in Pinneberg und ein brennender Schuppen in Tornesch: Die Feuerwehr hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun.

Am Sonnabend alarmierte ein Anrufer gegen 16.40 Uhr die Einsatzkräfte, weil Flammen aus einem ehemaligen Golfgeschäft an der Apenrader Straße schlugen, wie die Retter mitteilten. Das alte Ladenlokal gehört zu einem größeren Hallenkomplex in einem Industriegebiet in Pinneberg-Nord. Weil keine Menschen in dem Gebäude waren und nicht klar war, ob die Dachkonstruktion trägt, löschten die Wehrleute von außen. Mit einer Wärmebildkamera prüften sie das Dach, um zu verhindern, dass sich die Flammen dort weiter ausbreiten. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten etwa bis 19.30 Uhr. Die Ursache des Brandes ist laut Polizeimitteilung vom Montag noch unklar. Brandsachverständige werden in den nächsten Tagen den Brandort begutachten. Der Schaden wird auf 200.000 Euro geschätzt – zuzüglich des beschädigten Inventars.

Kaum waren die Einsatzkräfte wieder in der Wache, ging der nächste Notruf ein. Diesmal schlugen die Flammen aus der Küche im zehnten Stock eines Hochhauses am Pinneberger Hindenburgdamm. Sie drohten, auf die darüberliegende Etage überzugreifen, wie der Kreisfeuerwehrverband mitteilte.

Weil das Treppenhaus beim Eintreffen der Retter bereits stark verraucht war, mussten sie sich mit Atemschutzgeräten vorkämpfen. Von außen löschten sie von einer Drehleiter aus. Die Feuerwehrleute verhinderten, dass sich die Flammen in andere Bereiche des Hauses fraßen. Teile der Fassade platzten wegen der großen Hitze ab. Die Unglückswohnung war nicht zu retten. Sie brannte vollständig aus.

Die Bewohner, eine Mutter und zwei Kinder, flüchteten rechtzeitig. Sie wurden mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die anderen Hausbewohner mussten das Gebäude nicht verlassen. „Wir hatten das Feuer zum Glück schnell unter Kontrolle“, sagte Pinnebergs Wehrführer Claus Köster. Die Nachlöscharbeiten liefen noch bis in die Nacht. Laut Polizei wurde vermutlich heißes Fett in der Küche vergessen, welches das Feuer auslöste. Die Wohnung ist unbewohnbar, der Sachschaden liegt bei 100.000 Euro.

In Tornesch und Tornesch-Ahrenlohe eilte die Feuerwehr am Samstag mit jeweils 50 Kräften zu einem Flächenbrand und einem brennenden Schuppen. Verletzte meldeten die Retter nicht. Die Unglücksursachen stehen hier noch nicht fest.

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