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Gute Ideen machen Schule : Drei goldene Regeln für ein friedliches und freundliches Miteinander

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Rellingen | "Drei goldene Regeln" für ein harmonisches Miteinander, jahrgangsübergreifender Unterricht und ab der zweiten Klasse Verantwortung für die jüngeren Schüler übernehmen - so lautet das Erfolgskonzept der Rellinger Brüder-Grimm-Schule. Das Quickborner Unternehmen Metaplan belohnte die Grundschule im vergangenen Herbst bei seinem Schulwettbewerb "Gute Ideen machen Schule" mit dem Ideenpreis und 500 Euro.

"Unsere Schüler lernen sehr früh, wie sie selbst dazu beitragen können, dass das gemeinsame Schulleben funktioniert", sagt Rektorin Sabine David-Glißmann. Kurz bevor es für die Rellinger Erstklässler in die ersten Sommerferien geht, werden sie darauf vorbereitet, im folgenden Schuljahr die Patenschaft für einen Erstklässler zu übernehmen. Als "große" Zweitklässler werden sie den Kleinen helfen, sich an das Schülerdasein zu gewöhnen, ihnen Tipps geben, wie man am besten lernt, und die Erfahrungen, die sie in der ersten Klasse gesammelt haben, weitergeben. Damit ihr Patenkind immer wieder die Gelegenheit erhält, seine Fragen und Sorgen loszuwerden, werden die Erst- und Zweitklässler in der Brüder-Grimm-Schule sechs Stunden pro Woche gemeinsam unterrichtet.

"Wir haben gemerkt, dass sich die Kinder durch dieses Patenschaft-Konzept viel schneller an die Schule gewöhnen", berichtet David-Glißmann. Da ihnen die Paten altersmäßig noch so nah sind, können sie sich noch gut daran erinnern, wie es ihnen in den ersten Wochen ging. Entsprechend gut können sie die Erstklässler unterstützen. "Sie lernen dabei Verantwortung zu übernehmen und die Kleinen lernen, dass man nicht immer einen Erwachsenen fragen muss", fasst David-Glißmann die Beobachtungen zusammen, die sie in den vergangen Jahren gemacht hat.

Zu dem erfolgreichen Förderkonzept in der Brüder-Grimm-Schule gehört aber noch mehr: Einmal in der Woche gibt es in den Klassen eine Klassensprecherstunde. In dieser können sich die Schüler darüber austauschen, wie sie ihre Schule gestalten möchten und ihre Ideen für den Schulalltag an die Klassensprecher weitergeben. Die Klassensprecher ab der zweiten Klasse gehören auch dem Schülerrat an und können in diesem die Wünsche ihrer Mitschüler an die Lehrer und Schulleitung vermitteln. Dabei sind auch die "drei goldenen Regeln" entstanden, die in der Brüder-Grimm-Schule gelten. "In unserer alten Schulordnung, waren ziemlich viele Einzelheiten aufgelistet", sagt David-Glißmann. Dabei sei das Ziel ganz einfach gewesen: ein friedlicher und freundlicher Umgang miteinander. Um dieses simple Ziel mit den Regeln in Einklang zu bringen, wurde beschlossen, diese zu entschlacken: Die Lehrer erarbeiteten Vorschläge, dann diskutierten die Schüler darüber, welche Regeln nötig seien und wie man diese formulieren solle. Am Ende blieben nur drei Regeln übrig: "1. Wir sind freundlich und rücksichtsvoll", "2. Wir helfen uns gegenseitig" und "3. Wir achten auf uns und einen guten Umgang mit Gegenständen, Pflanzen und Tieren". Diese hängen zentral im Schulflur, damit jeder sie sehen kann.

Auch die Förderung der einzelnen Schüler ist David-Glißmann und dem Kollegium der Brüder-Grimm-Schule wichtig. Damit jeder so gut lernt, wie er kann, wird wöchentlich eine Deutsch- und eine Mathestunde nicht im Klassen-, sondern im Jahrgangsverband unterrichtet. So können besonders begabte Schüler stärker gefordert und schwächere Schüler besser gefördert werden. Morgen und übermorgen folgen die Fritz-Reuter-Schule, Tornesch, und die Albert-Schweizer-Schule, Wedel.

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