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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 23:38 Uhr

Kommentar : Doping beginnt im Kleinen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ist der Nachwuchsbereich wirklich sauber? Unser Redakteur Thomas Klink hat seine Zweifel. Er stört sich am Schweigen der Verantwortlichen und fordert mehr Aufklärung.

Man mag es kaum glauben: Eine Studie weist Doping schon bei 16 Jahre alten Athleten aus. Und in den Sportvereinen wird der Einsatz von Medikamenten nicht thematisiert. Hier eine Schmerztablette, dort ein Stoß aus dem Asthmaspray, hier die Aspirin zur Blutverdünnung, dort ein Schlückchen Wick Medinait. Es gibt nichts, was es nicht geben darf. Augen zu und durch. Kein Trainer fordert das von seinen Athleten. Es interessiert ihn aber auch nicht, wenn der Nachwuchs – unterstützt von ehrgeizigen Eltern – etwas einnimmt. Der Sportler bringt seine Leistung, der Trainer sonnt sich im Erfolg seiner Schützlinge.

Selbstverständlich handelt es sich nicht in jedem Fall um klassisches Doping. Dennoch fehlt die Sensibilität, die Aufklärung. In Schulen wird über die Gefahren des Rauchens und der Einnahme von Drogen aufgeklärt. Im Sport herrscht Schweigen. Sich darauf zurückzuziehen, dass im Leistungsbereich aufgeklärt und kontrolliert wird, reicht nicht aus. Die Verbände haben in Sachen Prävention noch deutlichen Nachholbedarf.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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