zur Navigation springen

In letzter Sekunde : Doch eine Verlängerung für die Galerie VB in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Neuer Mieter der Räume in der Dorotheenstraße 5 springt in letzter Minute ab. Fortsetzung der Kooperation.

von
erstellt am 07.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Quickborn | Für Kunstfreunde aus Quickborn und Umgebung gibt es gute Nachrichten: Die Ausstellungsräume in der ehemaligen Bank in der Dorotheenstraße 5, die der im vergangenen Jahr gegründete Kunstverein nutzt, können für drei weitere Monate als Galerie VB weiterexistieren. Ursprünglich war dies nur bis Ende März vorgesehen.

„Der potenzielle Mieter sprang in letzter Minute ab – und setzte damit ein Telefon-Karussell zwischen Bank, Stadtverwaltung und Offenem Atelier in Gang“, berichtete die Vorsitzende Marianne Gehrke. Mit Erfolg: Innerhalb von drei Stunden seien alle Beteiligten informiert gewesen und hätten ihre Zustimmung für die Verlängerung gegeben.

Dabei war alles längst für die Räumung der ehemaligen Bank vorbereitet. Stattdessen hängte sich Edwin Zaft, Kurator und Organisator der Ausstellungen, ans Telefon, um den Künstlern, die ihre Arbeiten abholen wollten und den Helfern, die beim Abbau mitwirken wollten, abzusagen.

Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) setzte sich persönlich für die Fortsetzung der Galerie VB ein. „So eine Gelegenheit darf man sich nicht entgehen lassen“, sagte er. Besucher aus Norderstedt, Kaltenkirchen, Wedel und Hamburg seien nach Quickborn gekommen, um Kunst zu sehen, die in dieser Qualität und Zusammenstellung selten zu finden sei. „Die Galerie VB ist etwas ganz Besonderes in der Kulturlandschaft der Region und wird von den Bürgern hoch geschätzt“, lobte er die Arbeit des Vereins.

Adresse: Dorotheenstraße 5; Öffnungszeiten: donnerstags und freitags von 12 bis 19 Uhr, sonnabends von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. www.galerie-vb.jimdo.com

Auch Volker Großmann, Prokurist der Volksbank Pinneberg-Elmshorn, war rundum zufrieden: „Das Konzept, große Meister wie Erhard Göttlicher, Walter Arno, Katharina Duwe oder Jörg Plickat auszustellen und daneben jungen Künstlern Raum zu geben, hat sich bewährt.“ Über die Fortsetzung freut sich auch Gehrke: „Eine solche Kooperation zwischen Stadt, Bank, Verein und Künstlern ist in dieser Form selten und in vielen Städten überhaupt nicht denkbar“, sagte sie. Die Stadt habe sich richtig ins Zeug gelegt, um die Verlängerung zu ermöglichen.

Bislang zeigten 38 Kunstschaffende in vier Ausstellungen ihre Werke. „Das Konzept ist auch deshalb ungewöhnlich, weil während der Öffnungszeit immer jemand vor Ort ist, der auch Fragen beantworten kann“, erklärte sie. So seien etwa zwei elfjährige Schülerinnen regelmäßig zu Besuch gewesen, die sich ganz ohne Berührungsängste die Kunstwerke angeschaut hätten. Zaft plant derweil emsig die nächste Ausstellung. Sie soll am Donnerstag, 21. April, eröffnet werden. Auf jeden Fall dabei ist der Quickborner Hans-Werner Seibot mit Farbstiftzeichnungen. Im Gespräch sind außerdem Heidi Liebermann, Arne Lösekann und Doris Graf. Und der Hingucker schlechthin, eine erotische Skulptur von Günter Stimpfl, verweilt noch etwas länger in der Eulenstadt.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen