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Sanierung oder Neubau? : Diskussionen um das Rathaus in Tornesch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hohe Energiekosten, schlechte Beleuchtung, alte Sanitäranlagen: Tornesch will Stadtverwaltung räumlich auf neuesten Stand bringen.

Tornesch | Bekommt Tornesch ein neues Rathaus oder wird das etwa 40 Jahre alte Gebäude in der Wittstocker Straße saniert? Mit dieser Frage muss sich die Stadt nach Angaben von Bürgermeister Roland Krügel (CDU) derzeit auseinandersetzen.

Bis zum Ende des Jahres sollen Angebote eines Planungsbüros zu Kosten von jeweils Sanierung und Neubau eingeholt werden. Welches Vorhaben sinnvoller sei, müsse im Anschluss abgewägt werden. Die Kosten einer Sanierung schätzt Krügel früheren Berechnungen zufolge auf bis zu 1,5 Millionen Euro.

Fakt ist: Das Rathaus ist in die Jahre gekommen. „Im Sommer ist es knallheiß hier drin“, so Krügel. Hinter den Blechfassaden sei die Wärmedämmung zusammengesackt, im Winter würden die Energiekosten steigen. Auch die Beleuchtung entspreche nicht mehr den Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung. „Es ist viel zu dunkel“, merkt der Bürgermeister an. Zudem gebe es für Reparaturen der Toiletten keine Ersatzteile mehr. In den vergangenen Jahren sei immer nur das Nötigste gemacht worden. Jetzt stehe eine vernünftige Sanierung im großen Stil an – oder eben ein Neubau.

Verfügbarkeit von Fördermitteln prüfen

Bereits vor zirka vier Jahren habe die Stadt ein Hamburger Planungsbüro beauftragt, das die Kosten zur Sanierung auf etwa eine Million Euro berechnete. Erhoffte Fördermittel vom Land zur Sanierung waren damals kurzfristig aufgrund der Kostenhöhe gestrichen worden. Die Sanierungspläne wurden auf Eis gelegt. Doch die Probleme des maroden Rathauses blieben.

Jetzt will die Stadt handeln. Ob Fördermittel für eine Sanierung zur Verfügung stehen, müsse laut Krügel noch überprüft werden. Einen Neubau müsste die Stadt wohl allein finanzieren. Und wo sollte der dann stehen? Dazu hat Krügel Ideen. „Irgendwo beim alten Penny-Markt an der Uetersener Straße“, so Krügel. Im Rahmen der Ortskerngestaltung könne er sich ein neues Rathaus zwischen Esinger Straße, Uetersener Straße und Willy-Meyer-Straße vorstellen. Platz sei durch einen Abriss zu schaffen. Doch das sind vorerst Gedankenspiele. Mit der Lage an der Wittstocker Straße ist Krügel zufrieden. Zentral sei es nicht, aber dafür seien genug Parkplätze vorhanden. „Irgendeiner muss immer laufen“, sagt er. „Mir würde eine Sanierung reichen“, so der Bürgermeister. „Es geht nur um Funktionalität. Das Rathaus kann nicht das Prestigeobjekt der Stadt sein. Die meisten, die kommen, holen gelbe Säcke.“

1999 sei die Stadtverwaltung in das ehemalige Gebäude der Schleswag Abwasser GmbH eingezogen, das auf Uetersener Boden stand, so Krügel. Extra für den Einzug der Tornescher Stadtverwaltung mit seinen mittlerweile dort tätigen 50 Mitarbeitern sei das Arreal umgemeindet worden.

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erstellt am 17.Sep.2015 | 15:15 Uhr

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