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Hermann-Löns-Schule : Digitales Lernen – Vorbild Ellerbek

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Anke Erdmann (Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzende des Bildungsausschusses Schleswig-Holstein, zu Gast in der Hermann-Löns-Schule.

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erstellt am 27.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Ellerbek | Als die Ellerbeker Hermann-Löns-Schule als einzige Grundschule des Landes Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr zur Digitale Modellschule ausgezeichnet wurde, erhielt die Bildungseinrichtung nicht nur 25.000 Euro Preisgeld für die mediale Ausstattung, sondern auch viel Aufmerksamkeit. „Ich war bei der Preisverleihung in Kiel dabei, weil ich mich schon lange mit dem Thema beschäftige“, berichtete Anke Erdmann (Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzende des Bildungsausschusses Schleswig-Holstein.

Zum ersten Mal sei jedoch nicht die Sekundarstufe eins im Vordergrund gewesen, sondern eine Grundschule. „Das hat mich neugierig gemacht: Wie wird das eingesetzt? Funktioniert das?“, sagte Erdmann. Während ihres Besuchs in Ellerbek hatte Erdmann am Montagvormittag die Gelegenheit, Schüler der ersten Klasse während des Unterrichts in Mathematik zu beobachten. „Es ist eine Mischung aus Laptop und Knete – der Mix macht’s“, so ihre Schlussfolgerung nach der Hospitation. Schulleiterin Thorina Nielsen bestätigte das: „Wir haben zum Beispiel das Subtrahieren erst mit einem ganz normalen Rechenschieber geübt – dann erst kamen die Tablets zum Einsatz“, beschrieb sie die Herangehensweise.

Beeindruckt zeigte sich Erdmann von der Anwendung in der Klasse. „Die Schüler arbeiten auf ganz unterschiedlichem Niveau und mit differenzierten Aufgaben – und alle holen sich dabei einen Erfolg ab“, stellte sie fest. Zudem sei es dadurch, dass mit Kopfhörern gearbeitet werde, angenehm leise im Klassenraum gewesen. „Hier wird strukturiert und übersichtlich gearbeitet, Inhalt und Form stimmen“, lobte Erdmann. Es sei darüber hinaus zu spüren, dass das ganze Kollegium sich der Aufgabe stelle und mit Schwung an die Umsetzung gehe. „Das habe ich bisher an noch keiner Schule gesehen“, so der Gesamteindruck der Bildungsexpertin aus Kiel.

Enge Zusammenarbeit

„Dazu gehört auch, dass von Anfang an eine enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Eltern, der Offenen Ganztagsschule und dem Kollegium bestanden hat“, erklärte die Schulleiterin. Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) ergänzte: „Wir können froh sein, dass wir uns als Gemeinde leisten können, das finanziell zu unterstützen – es ist ja nicht nur eine einmalige Investition, sondern zieht Folgekosten nach sich.“ Erdmann hob hervor, dass es nicht selbstverständlich für einen Schulträger sei, sich derart einzusetzen. „Wir haben nur in wenigen Bereichen als Politiker tatsächlichen Einfluss – aber in der Bildung können wir so ein Zeichen setzen“, erklärte Hildebrand.

Nielsen berichtete des Weiteren von der engen Vernetzung mit anderen Schulen und der Universität Flensburg, die Grundschullehrer ausbildet. „Ständiger Kontakt, Fortbildungen aller Kollegen und gegenseitige Hilfe sind unerlässlich“, betonte sie. „Dieses Engagement Aller zum Wohle der Kinder macht die Schule stark“, lautete das abschließende Fazit Erdmanns.

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