Anstoß – Die HSV-Kolumne : Dieser Gegner müsste dem HSV liegen

Kolumnist Lars Zimmermann.

Kolumnist Lars Zimmermann.

Der 1. FC Köln ist der schwerste Gegner, aber genau deswegen ist es das leichteste Spiel für den HSV, sagt unser Kolumnist.

shz.de von
04. November 2018, 10:00 Uhr

Hamburg | Der schwerste Gegner, aber genau deswegen das leichteste Spiel. Die Kölner werden der erste Kontrahent in der Zweiten Liga sein, der sich gegen die Hamburger nicht hinten reinstellt. Das dürfte dem HSV entgegen kommen.

Der Ex-Dino fand bisher gerade in den Heimspielen nur ganz selten einen Weg, die massiven Abwehrreihen der Gegner zu knacken. Die standen meistens mit mindestens acht Spielern im und um den eigenen Strafraum und warteten in aller Seelenruhe ab, was der stolze HSV sich einfallen lässt. Da die fehlende Kreativität aber schon seit Jahren eines der größten Hamburger Probleme ist, rannten die Hanseaten zwar tapfer an, erspielten sich allerdings dennoch kaum klare Torchancen.

Da die Kölner für einen Zweitligisten außergewöhnlich gut besetzt sind, werden sie sicherlich nicht bedingungslos stürmen. Allerdings werden sie auch nicht auf ein 0:0 hinarbeiten und stattdessen versuchen, drei Punkte zu holen, um einen direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf zu distanzieren. Es läuft also viel auf einen offenen Schlagabtausch hinaus. Dadurch dürften die Hamburger mehr Räume bekommen, die vor allem die schnellen Stürmer wie Khaled Narey oder vielleicht Tatsuya  Ito nutzen müssen. Sie bekamen gegen tief stehende Gegner bisher kaum Möglichkeiten, ihr Tempo auszuspielen. Das wird gegen Köln anders sein.

Damit der HSV morgen punktet, muss allerdings die Defensive besser funktionieren als bisher. Rick van Drongelen,  Leo Lacroix  und Gotoku Sakai leisteten sich bisher zu viele Stockfehler und technische Unzulänglichkeiten. Die können sich die Hamburger morgen nicht erlauben. Die Kölner werden Fehler des HSV nämlich vermutlich gnadenlos ausnutzen und den Ex-Dino schlimmstenfalls abschießen.

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