„Diese Stelle hat mich gerufen“

Sie wurde gestern Morgen im Rathaus-Team von Halstenbeks Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD) begrüßt: Die neue Wirtschaftsförderin Ute Landwehr-von Brock. Am Mittwoch, 18. April, stellt sich die 54-Jährige ab 19 Uhr im Rathaus den Mitgliedern des Hauptausschusses vor.
Sie wurde gestern Morgen im Rathaus-Team von Halstenbeks Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD) begrüßt: Die neue Wirtschaftsförderin Ute Landwehr-von Brock. Am Mittwoch, 18. April, stellt sich die 54-Jährige ab 19 Uhr im Rathaus den Mitgliedern des Hauptausschusses vor.

Ute Landwehr-von Brock (54) leitet Halstenbeks Stabsstelle Wirtschaftsförderung / Position seit März 2017 verwaist

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14. April 2018, 16:00 Uhr

Sie ist hoch qualifiziert. Und sie „passt ins Team“. Halstenbeks Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD) ließ gestern durchblicken, dass er mit Ute Landwehr-von Brock einen „guten Fang“ gemacht habe. Die Stadtplanerin mit Wohnsitz Hamburg leitet seit kurzem die Stabsstelle Wirtschaftsförderung. Nach mehr als einem Jahr ist somit die verwaiste Position im Halstenbeker Rathaus nach dem Weggang von Stefan Wieschebrock Ende Februar 2017 nach 16 Monaten im Amt wieder besetzt.

Es ist eine Vollzeitstelle, die sie „gerufen hat“ – der Terminkalender von Landwehr-von Brock (54) ist entsprechend proppevoll. Sie wird und will sich „zerreißen“ für ihre Aufgabe. Wirtschaftsförderung auf der einen, Bauleitplanung auf der anderen Seite. Die Position ist doppelpolig. Und entsprechend intensiv wird die Expertin mit Studium in Bremen mit Renate Klüver im Bauamt stets engen Schulterschluss suchen.

Für Landwehr-von Brock ist es auch ein Comeback zu alten Wurzeln. „Ich habe mich in den vergangenen Jahren um das Thema ‚Neue Technologien und Transfer‘ gekümmert. Doch 18 Jahre lang arbeitete ich vorher in kleinen und großen Verwaltungen als Stadtplanerin. Es ist meine Leidenschaft. Menschen zu begeistern, ist meine Stärke“, unterstrich die Wortgewandte im Bürgermeisterzimmer.

Die Wirtschaftsförderin sieht sich einer Phalanx an Aufgaben konfrontiert: Sie will mit Unternehmern in den Dialog treten, fragen, wo der Schuh drückt. Sie will erfahren, wo Firmen im Jahr 2040 stehen und Freiflächen im Ort suchen. Sie will das Aushängeschild Wohnmeile pflegen und hegen, Firmenwünsche nach Tausch von Standorten prüfen und realisieren, Strategien auf den Weg bringen. Sie will wieder die Unternehmerfrühstücke mit Impulsvorträgen organisieren und das Leitthema „Standort-Gemeinschaft Halstenbek“, wie es von Rüden ausdrückt, forcieren.

Klingt nach einem 24-Stunden-Tag. Doch das ist genau das, warum sie sich gleich in die Baumschulengemeinde Halstenbek „verliebt hat“. Lust haben auf den Ort, die Menschen und das große Potenzial, das in der Gemeinde steckt. Stichwort: das etwa 7,5 Hektar große Greve-Areal südlich der Gärtnerstraße. Landwehr-von Brock will sich auch bei diesem umstrittenen Komplex mit voller Kraft einbringen, um den Knoten der jahrelangen Stagnation zu entwirren.

Gemeinsam mit von Rüden, der in den letzten Monaten mit Greve-Verantwortlichen im intensiven Dialog stand, dürfte sie bereits nach der Kommunalwahl Licht ins Dunkel bringen: Der Halstenbeker Politik soll eine Planungsgrundlage für Gewerbe, Wohnen und Grünfläche vorgestellt werden.

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