zur Navigation springen

Borreliose und FSME : Diese Krankheiten drohen durch Zecken

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2015 | 15:30 Uhr

Kreis Pinneberg |  Eine der Krankheiten, die von Zecken auf den Menschen übertragen wird, ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Hirnhaut-Entzündung, die durch ein Virus verursacht wird. Die Inksubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion mit dem Virus bis zum Ausbrauch der Krankheit, dauert zirka eine bis zwei Wochen. FSME verläuft laut Robert-Koch-Institut in zwei Phasen. In der ersten Phase leiden die Betroffenen zunächst unter unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen. Nach zirka einer Woche klingen diese Symptome ab und es stellt sich zunächst eine Besserung des Gesundheitszustands ein. Die meisten Betroffenen haben die FSME damit überstanden. In etwa 30 Prozent der Fälle kommt es wenige Tage später jedoch erneut zu einem Fieberanstieg mit einem schweren Krankheitsschub, der sehr unterschiedlich verlaufen kann und teilweise zu bleibenden Schäden führt.

Es gibt die Möglichkeit, sich gegen FSME impfen zu lassen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung Menschen, die sich in den Risikogebieten, hauptsächlich Bayern und Baden-Württemberg, aufhalten.  Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Schnellimpfung möglich, die innerhalb von drei bis fünf Wochen ihre Wirkung entwickelt.

Bundesweit leben Zecken, die  Borrelien auf den Menschen übertragen können. Diese Bakterien können zu einer Borreliose führen. Eine Infektion mit Borrelien macht sich anfangs oft durch Rötungen um die Einstichstelle bemerkbar, die auch noch sechs Wochen nach dem Kontakt mit der Zecke auftreten kann und meist ohne und mit schwachen Krankheitssymptomen einhergeht.  In einigen Fällen entwickelt sich die Infektion zu einer Neuro-Borreliose, die sich zu einer Hirnhautentzündung entwickeln kann. In einem späteren Stadium kann zudem eine  Lyme-Arthritis auftreten, bei der es zu plötzlichen Schwellungen von Gelenken kommt.

Eine Impfung gegen Borreliose gibt es nicht. Die Krankheit kann jedoch mit Antibiotikum behandelt werden. Allerdings können die Borrelien vor allem bei späten Erkrankungsformen schon unumkehrbare Schäden verursacht haben. So kann es bei der chronischen Neuro-Borreliose zu bleibenden Schmerzen oder Gefühlsstörungen kommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen