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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 02:52 Uhr

THS Pinneberg : Diese Jugendlichen wollen helfen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule organisieren im Rahmen des Sozialcurriculums Hilfsaktionen für ein Waisenhaus in Tansania.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Als sie den Scheck entgegen nimmt, kann sich Gisela Schiffmann eine Träne nicht verkneifen. „Ich bin immer noch überwältigt“, sagt die Pinnebergerin, die in Tansania ein Heim für Aidswaisen betreibt. Ein halbes Jahr haben Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule (THS) zusammen mit Lehrern und Eltern einen großen Basar für Schiffmanns Projekt vorbereitet. Haben Kekse gebacken, Weihnachtsgeschenke gebastelt und Marmelade gekocht. Schiffmann steuerte afrikanische Handwerksprodukte und Kleidung bei. So wurde die Veranstaltung am 10. Dezember ein voller Erfolg.

Jetzt überreichten die Schülerinnen Schiffmann die Einnahmen – 2602 Euro. „Das ist ein finanzieller Befreiungsschlag für uns“, so Schiffmann. In dem von ihrem Verein „Karibuni“ betriebenen Heim in Ostafrika leben zwölf Waisenkinder. Die Spendensumme deckt den Betrieb für etwa sechs Wochen.

Die Aktion für die afrikanischen Kinder ist nur ein Teil des Sozialcurriculums der Theodor-Heuss-Schule. Seit 2010 organisiert ein Arbeitskreis aus Schülern, Eltern und Lehrern regelmäßig gemeinnützige Projekte. Für Schulleiter Matthias Beimel ist das Curriculum ein wichtiger Baustein der Erziehung: „Gymnasien wird häufig vorgeworfen, nur auf fachliche Qualifikation Wert zu legen – bei uns lernen die Schüler auf jeden Fall auch Sozialkompetenz.“ Bei „THS für Karibuni“ handelt es sich um das zweite große derartige Projekt an der Schule, neben „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, wofür unter anderem im Juni ein großes „Rock gegen Rechts“-Konzert stattfand. Außerdem sammeln die THS-Schüler im Rahmen „Weihnachten für uns und andere“ Geschenke für bedürftige Kinder aus der Umgebung, klären am Welt-Aids-Tag über die Immunschwächekrankheit auf und organisieren einen Schulsanitätsdienst. Ein Schulflohmarkt wurde auf die Beine gestellt, um Geld für Unicef zu sammeln und Bewusstsein für Probleme in der Dritten Welt zu wecken.

Der Weihnachtsbasar für „Karibuni“ soll ab jetzt zu einer regelmäßigen Veranstaltungen werden. Orientierungsstufenleiterin Conny Haddorp betont: „Die Schüler, die jetzt mitgewirkt haben, wollen sich auch nach dem Abitur weiter für das Waisenhaus engagieren – es geht um dauerhafte Unterstützung“. Auch nach weiteren Möglichkeiten zur Hilfe wird gesucht. Eine erste Idee steht schon: „Gut erhaltene Kleidung, die beim Hausmeister abgegeben wird, geht ab jetzt nach einem Jahr an Karibuni“, so Haddorp.

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