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Kreis Pinneberg : Dienststellen müssen lange auf Geld warten

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kreis Pinneberg/Berlin | Die Freiwilligen erhalten für ihren Einsatz monatlich ein Taschengeld von maximal 363 Euro  inklusive Sozialversicherung. Den konkreten Betrag vereinbaren sie mit ihrer Einsatzstelle. Für das Taschengeld wird jährlich eine Obergrenze festgesetzt. Diese beträgt sechs Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung. Zusätzlich erhalten Freiwillige weitere Leistungen wie Unterkunft, Verpflegung oder Dienstkleidung. Außerdem steht den Freiwilligen die Teilnahme an Seminare zu. Ein Teil des finanziellen Aufwands wird den Einsatzstellen vom Bund erstattet. Dafür stehen in diesem Jahr 167 Millionen Euro zur Verfügung.

Trotz sehr ähnlicher Angebote werde das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Gegensatz zum Bundesfreiwilligendienst nicht vom Staat gefördert, bemängeln Träger von Freiwilligendiensten. Die Vergütung habe deshalb von manchen Anbietern auf eigene Kosten erhöht werden müssen, um Soziale Jahre attraktiv zu halten, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur DPA.

Das Geld für den Bundesfreiwilligendienst werde von Zentralstellen, die  die Zusammenarbeit von Bundesamt und Einsatzstelle koordinieren, freigegeben. Doch das funktioniert nicht immer reibungslos. „Die Zusagen  kommen erst sehr spät“, sagt Ingo Waschkau, Geschäftsführer des Kreisjugendring (KJR) Pinneberg. Aktuell ist das Geld vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben für dieses Jahr noch nicht freigegeben. „Wir rechnen damit aber in Kürze“, sagt dessen Sprecherin Antje Mäder.

Im vergangen Jahr habe es erst im Juni die Zusagen für des Geldes  gegeben, da der Haushalt noch nicht freigegeben war, sagt Waschkau. „So späte Zusagen sind blöd für die Freiwilligen. Die brauchen doch auch eine klare Antwort darüber, ob ihre Stelle finanziert ist“, sagt er. Man würde von den Freiwilligen Verbindlichkeit erwarten. „Ich habe ähnliche Erfahrungen von verschiedenen Trägern gehört“, sagt Christoph Sonnenberg, Sprecher der Initiative für Jugendförderung.

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erstellt am 13.Feb.2015 | 11:03 Uhr

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