Hobby zum Beruf gemacht : Dienstjubiläum: Ingo Nieber ist seit 25 Jahren Gerätewart

Ingo Nieber (links) sorgt seit 25 Jahren für die Sicherheit der Pinneberger Feuerwehr. Am Dienstag feierte Nieber sein Dienstjubiläum in der Hauptwache. Sein Kollege Michael Kröplin gehörte zu den ersten Gratulanten.
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Ingo Nieber (links) sorgt seit 25 Jahren für die Sicherheit der Pinneberger Feuerwehr. Am Dienstag feierte Nieber sein Dienstjubiläum in der Hauptwache. Sein Kollege Michael Kröplin gehörte zu den ersten Gratulanten.

Am 1. April 1993 trat Nieber seine Stelle als hauptamtlicher Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg an.

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04. April 2018, 14:30 Uhr

Pinneberg | Vor 25 Jahren hat das Pinneberger Tageblatt zum ersten Mal über ihn berichtet. Am 1. April 1993 – also vor einem Vierteljahrhundert – trat Ingo Nieber seine Stelle als hauptamtlicher Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr an. Den besagten Bericht hatte der Feuerwehrmann an die Tür in der Wache gehängt – damit ihn auch alle lesen konnten. Der Anlass: Am Dienstag feierte der gebürtige Hamburger sein Dienstjubiläum in der Hauptwache an der Friedrich-Ebert-Straße in Pinneberg. Kameraden, Vertreter der Firmen, die die Feuerwehr mit den geeigneten Geräten beliefern, der Personalrat der Stadt Pinneberg und der Erste Stadtrat Klaus Seyfert (CDU), der die Bürgermeisterin vertrat, überbrachten Glückwünsche, Grüße, Urkunde und Blumen.

Die Sicherheit der Einwohner

„Es kommt darauf an, gutes Gerät zu haben. Das ist das A und O“, sagte Seyfert während seiner Ansprache. Die Politik wisse, was sie an der Feuerwehr habe. „Es geht um die Sicherheit der Einwohner“, so der Erste Stadtrat.

Dass die Kameraden sich auf ihre Geräte während der Einsätze verlassen können, dafür sorgt Nieber nunmehr seit 25 Jahren. So ist er für die Wartung der Atemschutzgeräte verantwortlich. Aber auch die Pflege der Fahrzeuge und der kompletten Ausrüstung fällt in seinen Aufgabenbereich. Unterstützt wird er dabei von seinem Kollegen, dem Gerätewart Michael Kröplin. Darüber hinaus versieht Nieber einmal die Woche einen 24-Stunden Wachdienst, denn das Gebäude ist rund um die Uhr besetzt. Deshalb wohnt Nieber mit seiner Frau auch in der Hauptwache der Feuerwehr. „Es kann passieren, dass er den Mülleimer runterbringt und dann sehe ich ihn erst nach fünf Stunden wieder, weil er einen Einsatz hat“, berichtete seine Frau, Sabine Nieber, die ihren Mann als „lieben Kerl“ beschreibt. Seit 38 Jahren sind sie verheiratet.

Vom Alltagsgeschäft

Ingo Nieber ist auch Gruppenführer in der Freiwilligen Feuerwehr. Zum Alltagsgeschäft gehört das Löschen von brennenden Müllcontainern, das Beseitigen von Ölspuren auf der Straße und das Bekämpfen von Feuern. Ob ihm ein Einsatz besonders in Erinnerung geblieben ist? „Nein. Einsatz abgearbeitet, Einsatz abgehakt“, sagte Nieber im Gespräch mit unserer Zeitung.

Und weiter: „Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Man weiß nie, was passiert.“ Das Schöne an seiner Arbeit sei außerdem, dass er „mit Menschen zu tun habe und für die Bürger der Stadt Pinneberg da sei“. Er habe sein Hobby zum Beruf gemacht, obwohl seine Mutter ihm immer von dem Beruf des Feuerwehrmanns abgeraten hat.
Zunächst habe er beruflich dann auch einen anderen Weg eingeschlagen. Gelernt hat Nieber Kfz-Elektriker. 13  Jahre lang sei er beim Boschdienst beschäftigt gewesen, danach sechs Jahre beim ADAC.

Berufswechsel nie bereut

Doch bereut habe er den Berufswechsel zum Gerätewart nicht. Niemand habe in den 25 Jahren den Vorgesetzten raushängen lassen, weswegen er auch immer gern den Dienst angetreten habe, so der Gerätewart während seiner Ansprache.

Ingo Nieber sei überall maßgeblich daran beteiligt gewesen, Veränderungen herbeizuführen, sagte der stellvertretende Wehrführer Kai Halle. Er spielte darauf an, dass während Niebers Zeit als Gerätewart der gesamte Fuhrpark ausgetauscht worden sei. Bis auf das Fahrzeug, vor dem sich Ingo Nieber vor 25 Jahren für den Tageblatt-Bericht fotografieren ließ. Doch dieses Feuerwehrfahrzeug hat jetzt seine Schuldigkeit getan. Es wird ausgetauscht. Das Ersatzfahrzeug – ein LF 20 Logistik – wird für Ende April/Anfang Mai erwartet.

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