Tornesch : Die Zukunft der DRK-Kita ist ungewiss

Wie geht es weiter mit der DRK-Kindertagesstätte?
Wie geht es weiter mit der DRK-Kindertagesstätte?

Sanierung wurde gestoppt, ein Neubau an der Friedlandstraße diskutiert

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25. Juni 2014, 17:00 Uhr

Ein Abend der Unstimmigkeiten: Laut Beschluss des Tornescher Sozialausschusses vom Montag soll geprüft werden, ob die DRK-Kita an der Friedlandstraße auf dem benachbarten Parkplatz des Tennisvereines neu gebaut werden kann. Der Sanierungsplan für die marode Einrichtung und ein Neubau am Schützenplatz sind vom Tisch. Diesem Ergebnis gingen eine hitzige Debatte und zwei Unterbrechungen der Sitzung im Rathaus voraus.
 

Zum Start in die Debatte plädierte der Ausschussvorsitzende Horst Lichte (SPD) an die anwesenden Mitglieder, „in die Puschen zu kommen“. Seit vier Jahren werde sich bemüht, eine Verbesserung herzustellen. Verena Fischer-Neumann (SPD) machte sich noch mal für den Standort am Schützenplatz stark. Die Sozialdemokratin äußerte ihr Unverständnis, warum der dortige Sportplatz und ein Kindergarten nicht nebeneinander stehen könnten. Bei der Planung aus dem Jahr 2011 sei das noch möglich gewesen – damals waren noch sieben anstatt vier Gruppen geplant.

„Ich bin fassungslos“, erwiderte Silke Sörensen (CDU) auf die Ausführungen von Fischer-Neumann. Zu den Kosten am Schützenplatz von bis zu 2,62 Millionen würden etwa die Finanzierung einer breiteren Straße hinzukommen. Zudem müsse der Kindergarten laut eines Geruchsgutachtens vor Feinstaub durch die angrenzende Landwirtschaft geschützt werden. Geschlossene Fenster und eine Belüftung über eine Klimaanlage seien nicht erstrebenswert.

Die CDU sprach für den Standort Friedlandstraße aus. Denkbar sei eine 1,4 Millionen Euro teure Sanierung oder ein Neubau auf dem angrenzenden Parkplatz. Sabine Werner (FDP) sagte, dass ihre Partei einer Sanierung nicht zustimmen wird: „Das kann den Kinder, Eltern und Angestellten nicht zugemutet werden.“ Der im Zuschauerraum anwesende CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Christopher Radon plädierte dafür, die Kosten der beiden Varianten gegenüberzustellen.

Doch einen solchen Vergleich schließt die Beschlusslage vorerst aus. Der CDU-Antrag für den Standort Friedlandstraße unter Einbeziehung des Parkplatzes fand mit drei CDU-Stimmen sowie dem Votum von Sabine Werner (FDP) und Hans-Jürgen Jeschke (SPD) eine Mehrheit. Jedoch bei der Sanierung kam es aufgrund der Enthaltung von Lichte zum Patt. Mit vier zu vier Stimmen war der Antrag abgelehnt. Ein Neubau auf dem Parkplatz somit die derzeit verbleibende Möglichkeit. Die Verwaltung erhielt den Auftrag des Ausschusses, das Vorhaben zu prüfen. Bisher gibt es keine Planungen für ein solches Projekt: „Wenn der Verein nein sagt, haben wir ein Problem“, gibt Bürgermeister Roland Krügel (CDU) zu bedenken.

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